Einzelhandel

Klever Schätze

Die Bundhandlung Hintzen gibt es in Kleve seit 1925 in Kleve.

Die Bundhandlung Hintzen gibt es in Kleve seit 1925 in Kleve.

Foto: Klever-Schätze.de

Kleve.   In der Klever Innenstadt gibt es erstaunlich viele Einzelhändler mit einer sehr langen, teils 200-jährigen Tradition. Esther Mols präsentiert sie neu im Internet.

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„Vielleicht benötigt man den Blick von außen, um zu erkennen, welche Schätze wir in Kleve haben.“ Sigrun Hintzen ist selbst erstaunt darüber, dass sich in den Einkaufsstraßen Kleves richtig alte Schätzchen gehalten haben. Einzelhändler, die zum Teil seit 200 Jahren ihre Waren in der Schwanenstadt verkaufen. Wo gibt es das schon?

Über die reiche Historie der Klever Kaufmannschaft ist eine Niederländerin gestolpert. Esther Mols lebt seit sechs Jahren in Kleve und hat zu der Geschäftswelt eigene Forschungen angestellt. Mehrere Monate war sie auf der Suche nach der Geschichte der Häuser, hat mit vielen Einzelhändlern gesprochen und ihnen alte Fotos entlockt, die sie nun im Internet unter www.klever-schätze.de präsentieren kann. Und nicht nur das: Die 26 aufgeführten Einzelhändler wollen mit ihrem Image auch werben. „Wir haben viele alte Läden, die man woanders nicht findet“, sagt Sigrun Hintzen. Es gehe nicht darum, altmodisch zu wirken, sondern zu betonen, dass die modernen Geschäfte eine lange Tradition haben und damit einhergehend eine Menge Erfahrung, sagt Susanne Rexing. Ihr Einrichtungshaus besteht in Kleve immerhin seit 1892.

Unverwechselbar

Das älteste aufgeführte Geschäft ist die Löwen-Apotheke, die 1732 gegründet wurde. Hut Dreis auf der Kavariner-Straße hat ebenso eine reiche Geschichte: seit 1811. Nicht zu vergessen, der Schneidermeister „Schulte zur Wißen“ (1883). „Wir möchten den Akzent auf die kleinen, inhabergeführten Geschäfte legen und zeigen, dass diese unverwechselbar sind“, so Esther Mols.

Wer mehr wissen möchte, der kann am Samstag an eine Stadtführung mit Wiltrud Schnütgen teilnehmen: „Von Hintzen bis Heicks“. Die Führungen beginnen um 12 Uhr und um 14 Uhr. Sie dauern eine Stunde und sind kostenlos. Bei Benjamin Wochnik zeigt am Samstag von 11 bis 16 Uhr die Technik des Vergoldens.

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