Kommunalwahl

Klever SPD-Vorstand hält an Sonja Northing fest

Bürgermeisterin Sonja Northing soll nach dem Willen des SPD-Vorstandes bei der anstehenden Kommunalwahl von den Sozialdemokraten unterstützt werden.

Bürgermeisterin Sonja Northing soll nach dem Willen des SPD-Vorstandes bei der anstehenden Kommunalwahl von den Sozialdemokraten unterstützt werden.

Foto: AG / NRZ

Kreis Kleve.  Sozialdemokrat Michael Kumbrink möchte Bürgermeister werden, doch seitens des Klever SPD-Vorstandes gibt es dafür keine Unterstützung.

Noch knapp ein Jahr, dann werden in NRW neue Kommunalparlamente gewählt und auch in Kleve wird es eine spannende Wahl. Die Parteien positionieren sich allmählich und stellen ihre Kandidaten vor. Der Vorstand der Klever SPD hatte sich nun am 23. September einstimmig (bei zwei Enthaltungen) für die amtierende Bürgermeisterin Sonja Northing ausgesprochen und zugleich den Verzicht einer Kandidatur aus den Reihen des SPD Ortsvereins Kleve erklärt. Nur sechs Tage später, am 29. September, meldete dann überraschenderweise das SPD-Vorstandsmitglied Michael Kumbrink trotzdem seine Kandidatur für den Bürgermeisterposten an. Und das wirft Fragen auf. Was ist da los in der Klever SPD?

Vorstand bekräftigt Ja zu Northing

Der Vorsitzende Josef Gietemann betont im Gespräch mit der NRZ, dass dies ein „ganz normaler Vorgang“ für eine demokratische Partei sei. Jedes Parteimitglied, welches die Bedingungen erfülle, könne sich zur Wahl stellen, betont Gietemann. Als Vorsitzender hätte er sich allerdings gewünscht, wenn sich Kumbrink früher gemeldet hätte. Das SPD-Mitglied hat seine Kandidatur schriftlich mitgeteilt, eine weitergehende Erläuterung habe Kumbrink nicht gegeben.

Der Vorstand der SPD - dazu zählen Josef Gietemann, Monika Overkamp, Christian Nitsch, Stefan Welberts, Niklas Lichtenberger, Dietmar Schlug, Hasan Alkas sowie die Beisitzer Iris Loosen, Maria und Heinz Boskamp, Roland Katzy, Philipp Vallen, Hans-Jürgen ter Meer und Michael Kumbrink – hat daraufhin am 8. Oktober noch einmal seinen Beschluss bekräftigt, an Sonja Northing festhalten zu wollen. „Sie hat in den vergangenen Jahren eine gute Arbeit gemacht und das auch mit wechselnden Mehrheiten“, betont Gietemann.

Kumbrink stimmte nicht über Northing ab

Die Bürgermeisterin hatte sich am 23. September in einem Gespräch mit dem SPD-Vorstand zusammengesetzt und ihre Ziele vorgestellt und um die Unterstützung der Partei geworben. An diesem Gespräch habe auch Michael Kumbrink teilgenommen. Nach einer Sitzungsunterbrechung erfolgte dann die Abstimmung im Vorstand. Zu diesem Zeitpunkt sei Michael Kumbrink allerdings nicht mehr anwesend gewesen, berichtet Josef Gietemann der NRZ.

Die Unabhängigen Klever (UK) haben sich in Sachen Sonja Northing noch nicht positioniert. Fabian Merges sagte gestern, dass die Fraktion noch Zeit benötige. Aktuell diskutiere man darüber, ob man für die anstehende Kommunalwahl einen Verein gründen soll. Erst wenn feststehe, dass man zur Kommunalwahl auch antrete, werde man Aussagen zu einer Unterstützung Sonja Northings tätigen können.

Die Offenen Klever (OK) haben bereits mitgeteilt, dass sie Sonja Northing nicht mehr unterstützen wollen.

Die NRZ hat gestern auch mehrfach versucht, Michael Kumbrink telefonisch für eine Stellungnahme zu erreichen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben