Politik

Klever SPD will das KAG erhalten

Die SPD setzt auf den bestehenden Standort des Gymnasiums. Petra Tekath und Michael Kumbrink sowie Schulleiterin Verena Wintjes und Bernd Westerhoff.

Die SPD setzt auf den bestehenden Standort des Gymnasiums. Petra Tekath und Michael Kumbrink sowie Schulleiterin Verena Wintjes und Bernd Westerhoff.

Foto: NRZ

Kleve.   Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes sei viel sinnvoller, als einen Neubau an der Karl-Kisters-Realschule zu wagen. „Wir vernichten damit Kapital“

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Die Klever SPD setzt sich für den Erhalt des Konrad-Adenauer-Gymnasiums an seinem jetzigen Standort ein. „Wir machen sonst eine Politik gegen die Interessen der Eltern und Lehrer. Wir können ihnen doch nicht unseren Willen aufzwingen“, sagte gestern die SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Tekath. Für sie ist es eindeutig, dass eine Sanierung der bestehenden Schule einem Neubau an der Karl-Kisters-Realschule vorzuziehen ist.

Hohe Kosten für Neubau

„Der Neubau mag eine schöne Idee gewesen sein, aber sie wird von der Schule nicht geteilt“, betont Tekath. Ein Neubau würde 18 Millionen Euro kosten, eine Sanierung 12 Millionen Euro. Zudem müsse man noch berücksichtigen, dass bei einem Abriss des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ein Anlagenwert von neun Millionen Euro abgeschrieben werden müsse: „Das belastet unseren Haushalt. Wir vernichten damit Kapital“, so Tekath. Und 15 Millionen Euro seien nun mal ein wichtiges Argument für den Erhalt der Schule. „Und wenn es nun mal der Wunsch der Lehrer und der Eltern ist, das KAG nicht aufzugeben, dann weiß ich auch keinen anderen Weg.“

Viel Platz in Kellen

Eine Sanierung bei laufendem Betrieb sei sicherlich anstrengend. Allerdings laufe die Hauptschule aus. Dann könne man zuerst diese Räume sanieren und dann die Schüler umziehen lassen. In das große Schulzentrum könnte man später auch das Klever Stadtarchiv inte-grieren.

Die Schulleitung, Verena Wintjes und Bernd Westerhoff, bestätigten gestern noch einmal der NRZ, dass die bestehende Schule in Kellen viele Vorteile habe. Das Gebäude biete sehr viel Platz und das käme dem individuellen Lernen sehr entgegen. Auch für die Inklusion und die Montessori-Pädagogik benötige man geeignete Räumlichkeiten. Die Befürchtung der Schule ist, dass diese üppigen Räumlichkeiten in einem Neubau verloren gehen.

Die SPD beantragt daher heute im Rat, dass die Verwaltung nun einen Sanierungsvorschlag erarbeiten soll: „Und zwar schnellstmöglich“, betont Tekath. Die Verwaltung soll zudem alle drei Monate über den Stand der Schulbaumaßnahmen (KAG, Gesamtschule, Sekundarschule) im Rat berichten. Für den Umzug der Gesamtschule nach Rindern soll ein Bauleitplan erstellt werden.

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