Gymnasium

Klever Stein-Gymnasium veröffentlicht Festschrift

Die Festschrift zur 200-Jahr-Feier des Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ist fertig. Timo Bleisteiner, Susanne Bauer, Nils Looschelders, Ursula Vogt (Sparkasse), und Georg Lettmann (hintere Reihe von links) präsentieren das Buch zusammen mit Schülern.

Foto: Andreas Daams

Die Festschrift zur 200-Jahr-Feier des Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ist fertig. Timo Bleisteiner, Susanne Bauer, Nils Looschelders, Ursula Vogt (Sparkasse), und Georg Lettmann (hintere Reihe von links) präsentieren das Buch zusammen mit Schülern. Foto: Andreas Daams

Kleve.   Die Festschrift zur 200-Jahr-Feier des Klever Stein-Gymnasiums liegt vor. Facetten der Vergangenheit treffen auf eine Darstellung der Gegenwart.

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Ihre Sommerferien hat Susanne Bauer einem großen Projekt geopfert: der Festschrift zur 200-Jahr-Feier des Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Nils Looschelders hat sie eine Fülle von Artikeln und Bildern angefordert, gesammelt, zusammengestellt und dann in Buchform gebracht. Auf 164 Seiten geht es um einzelne Aspekte der Schulgeschichte ebenso wie um eine Darstellung der Schule, wie sie sich heute darstellt – in den Klassen, Kursen, Wettbewerben und natürlich den Lehrern.

Auf die stößt man in geballter Form etwa in der Mitte des lesenswerten Buches. Da kann man sie bewundern, die streng dreinblickenden Herren mit ihren sorgfältig gestutzten Bärten in den 20er Jahren und das gemischte, fröhlich in die Kamera lachende Kollegium der letzten Jahre. Eine gute Entwicklung. Dazwischen liegen Fotos aus den 60er bis 90er Jahren – bei ehemaligen Schülern Stoff für Alpträume, Gelächter oder dankbare Erinnerungen.

Im nächsten Jahr macht der 5000. Schüler Abitur

Nun sind 200 Jahre eine lange Zeit. „1819 gab es nur einen einzigen Abiturienten“, erzählt der stellvertretende Schulleiter Georg Lettmann. Heute sind es um die hundert jedes Jahr. So dass sich Schulleiter Timo Bleisteiner im nächsten Jahr auf den 5000. Abiturienten freuen darf.

Die frühe Schulgeschichte war bereits Bestandteil schriftlicher Ausarbeitungen in den „Forum“-Heften der Schule. Daher geht es in der Festschrift verstärkt um das Gymnasium in den späten 20er und frühen 30er Jahren. Die Historikerin Helga Ullrich-Scheyda beschäftigt sich mit den Schulleitern Bast und Hofacker, die in dieser Zeit die Lehranstalt leiteten. Nils Looschelders hat in den Archiven ganz neue Erkenntnisse über zwei jüdische Schüler zutage gefördert, die bis 1934 das Gymnasium verlassen mussten.

Gesellschaftliche Umwälzungen

Da ist man dann mitten drin in den politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen, die eben auch die Schulen prägen. Wilhelm Diedenhofen, einst selber Lehrer am Stein, berichtet aus seiner Schulzeit an ebendieser Schule – mit besonderem Augenmerk auf seine originellen Lehrer. Mit einigem Schmunzeln kann man auch Manfred Rowolds Erinnerungen an seinen Abiturjahrgang 1968 und Wolfgang Hagens politisch ordentlich aufgebrezelte Abiturrede desselben Jahres lesen. Wobei manche seiner Fragen immer noch einer Antwort harren: „Aber sind wir eigentlich auch fit genug für die Lösung der gesellschaftlichen Probleme, die immer näher auf uns zukommen?“

„Diese Festschrift wird man in zehn, 15 Jahren gerne wieder in die Hand nehmen“, sagt Bleisteiner überzeugt. Dann, um zurückzublicken auf die Art und Weise, wie man 2017 zurück und nach vorne geschaut hat. Und vielleicht, um in den dann Erwachsenen die Schülerinnen und Schüler von heute wiederzufinden. „Das Stein gehört einfach zu Kleve“, findet Ursula Vogt von der Sparkasse Rhein-Maas, die die Festschrift finanziell ermöglicht hat. Und so ist die Festschrift der Schule auch ein Zeichen einer lebendigen Stadtgeschichte.

Die Festschrift zum 200-jährigen Bestehen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ist in einer Auflage von 1500 Exemplaren erschienen. Sie kostet sieben Euro und ist ab Donnerstag, 5. Oktober, im Sekretariat der Schule, in der Buchhandlung Hintzen und beim Kleve Marketing erhältlich. Natürlich gibt es sie auch beim Schulfest und beim Ehemaligentreffen am Samstag, 7. Oktober.

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