Klever Gemeinschaftsprojekt

Kluge Weisheiten für den sehr guten Zweck

Der pro dogbo Kalender 2019 ist da. v.l.: Matthias Hintzen, Walter van Briel, Daniel Giebels, Mechtild Winkels, Kathrin Konigorski stellen ihn vor. 

Der pro dogbo Kalender 2019 ist da. v.l.: Matthias Hintzen, Walter van Briel, Daniel Giebels, Mechtild Winkels, Kathrin Konigorski stellen ihn vor. 

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Verein „pro dogbo“ hat den Kalender 2019 fertig. 65 Fotos aus Benin und viele kluge Sinnsprüche begleiten das kommende Jahr

Schlaue Sprüche sind sein Hobby. Drum sammelt Walter van Briel sie zu Hunderten. Und wenn er so 800 bis 900 zusammen hat, beginnt er mit der Auswahl – um wieder einen neuen Kalender für „pro dogbo“ zu erstellen. Ob es jetzt sein 15. oder 18. ist, weiß er nicht so genau. Jedenfalls hat ihn das Engagements seines Neffen Klaus van Briel dazu inspiriert, jener Klever, der als junger Mann vor 20 Jahren sein privates Geld abhob, damit ein Grundstück im afrikanischen Benin kaufte und mit Schul- und Ausbildungsförderung begann.

Erlös des Kalenders für junge Leute in Dogbo

Die mündete mittlerweile in die Eröffnung der 15. Schule (zusammen mit einer Studentengruppe aus Münster) und mehreren Ausbildungswerkstätten mit Maschinen von Klever Betrieben. Der Erlös aus dem Verkauf des neuen Kalenders für 2019 wird wieder komplett der Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Dogbo zugute kommen.

Erstmals hat Kathrin Konigorski ihrem Opa Walter van Briel beim Hochladen der 65 Fotos aus dem „Haus Dogbo“ für den 72-seitigen Kalender geholfen. Jede Woche bekommt von ihm einen Denkspruch aus aller Welt, jeder Monat obendrein eine Lebensweisheit aus Afrika. Beeinflussen ihn die klugen Sinnsprüche? „Ich habe mich ertappt, wie ich mit eigenen Worten die Weisheiten weiter gebe“, sagt Walter van Briel.

Fortschritt und Mühen

Warum auch nicht? „Fortschritt hängt von der Mühe ab, die man sich gibt“, „Glücklich zu sein, erfordert etwas zu tun, etwas zu lieben und etwas zu haben, worauf man hoffen kann“ heißt es in der Bantusprache Swahili. Das hatte den zweiten Vorsitzenden des Vereins „pro dogbo“, Daniel Giebels, bei seinem Besuch in Benin so beeindruckt: „Dass sich die Menschen für jedes Teil anstrengen müssen, was sie zum Leben brauchen und trotzdem zufrieden sind. Und sehr herzlich und zuvorkommend“.

Budget von 200.000 Euro in 2017

Wie berichtet, haben jene Einheimischen, die mit der aus Kleve unterstützten Arbeit groß wurden, die gemeinnützige Nichtregierungsorganisation „Education Service International“ (ESI) als Partner gegründet. „Damit sie nicht ständig an der deutschen Nabelschnur hängen“, freut sich Walter van Briel über die Eigenständigkeit. Die sei von Anfang an das Ziel seines Neffen gewesen. 8500 Euro pro Monat fließen von Pro Dogbo dorthin. Mit einem Budget von 200.000 Euro in 2017 wurden die Projekte umgesetzt. Weiß auch Mechtild Winkels, Geschäftsführerin des Vereins Pro Dogbo.

Eine neue Schule wird gerade geplant

Eine 16. Schule übrigens wird gerade von einem Spender voll übernommen, die Möbel dafür stellten die beninischen Mitarbeiter in der Metallwerkstatt her.

Der Kalender wird von der Völkerschen Druckerei in Goch in 300er Auflage gedruckt (und die Druckkosten zur Hälfte gesponsert). Den dicken DIN-A-4-Kalender gibt es für 15 Euro zu kaufen: in Kleve in der Buchhandlung Hintzen, im Kolpinghaus und dienstags 14 bis 15 Uhr in der Geschäftsstelle von Pro Dogbo, Kapuzinerkloster, Rindernscher Deich.

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