Kirmes

Kranenburg legt seine Kirmes neu auf

Bürgermeister Günter Steins konnte dem Fass nur wenig Bier entlocken, so lud er an den Bierstand.

Bürgermeister Günter Steins konnte dem Fass nur wenig Bier entlocken, so lud er an den Bierstand.

Foto: Eve

Kranenburg.  Volksfest wieder im August, wie vor 50 Jahren. Festzelt soll wie ein zweites Wohnzimmer sein. Montag ist Familientag mit Aktionen und Feuerwerk.

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Die überarbeitete Neuauflage der Kranenburger Kirmes startete in familiärer Atmosphäre und guter Laune. Festwiese, geschmücktes Festzelt, Buden, Karussells und viele fröhliche Gesichter – so begann die neue Kranenburger Kirmes. In gelben Hemden immer aktiv waren die neun Organisatoren, die sich ein neues Konzept ausgedacht hatten, um das Volksfest in der Grenzstadt wiederzubeleben.

Die Initiative kam allein aus der Bürgerschaft

„Die Initiative kam allein aus der Bürgerschaft“, betonte Bürgermeister Günter Steins. „Wir haben bei der Logistik unterstützt, aber die Hauptarbeit haben die ehrenamtlichen Helfer geleistet“, ergänzte Kämmerer Ferdinand Böhmer. Kurz vor dem Fassanstich dankte Steins den Organisatoren für den „mutigen Entschluss“, die Kirmes statt zu Pfingsten wieder – wie vor 50 Jahren – im August stattfinden zu lassen. „Das habt ihr hervorragend gemacht“, so Steins. Dann wollte er in Brauer-Schürze das Fass anstechen, doch es widerstand ihm und auch dem Festwirt Sascha Pouwels. So gab es kurz entschlossen Freibier von der Zapfanlage am Getränkestand.

Großen Anteil an der guten Stimmung hatten die Musiker des niederländischen Dweilorkest Fantatteme. Mit schwungvollen Rhythmen begleiteten sie den Zug vom Kirmesportal zum Festzelt. Dort hatte der Bürgermeister zu drei Böllerschüssen das „bunte Band der Sympathie“ durchschnitten.

Autoscooter, Trampolin, Hüpfburg und Kinderkarussell

Hauptattraktionen auf der Wiese sind in diesem Jahr der große Auto-Scooter und das Quarter-Trump, eine Trampolin-Anlage, an der große und kleine Kinder sicher angeschnallt das faszinierende Gefühl des Fliegens genossen. Für die ganz Kleinen stand das klassische Karussell bereit. Eine Riesen-Hüpfburg sorgte für weiteren Spaß.

„Es war nicht so einfach, die Schausteller wieder nach Kranenburg zu locken“, berichtete Manfred Janßen vom Organisationsteam. Allein die Verlegung des Termins sei schon schwierig gewesen und für die Schausteller zum Teil nicht machbar. Wegen des deutlichen Rückgangs der Besucherzahlen der letzten Jahre sei die Terminverlegung aber notwendig gewesen. „Zu Pfingsten fahren eben viele in Urlaub, außerdem findet in diesem Zeitraum immer schon der beliebte Kranenburger Stüpkesmarkt statt“, so Janßen.

Neue Schausteller gewann man zum Beispiel aus dem Münsterland und einige aus den Niederlanden. Das angekündigte zweite große Fahrgeschäft „Zyklon“ musste leider zwei Wochen vor Kirmesbeginn absagen, wegen technischer Mängel.

Sitzgelegenheiten im und am Zelt

Besonderes Augenmerk legte das Team auf das Festzelt. „Das Zelt soll wie unser Wohnzimmer sein“, erklärte Joachim Janßen, Sprecher des neuen Kirmes-Komitees. Viele Sitzgelegenheiten auch im Außenbereich des Zeltes sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Erstmals ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei.

Für den ersten Abend stand das Kirmespokalschießen mit dem Schützenverein auf dem Programm. Zu später Stunde unterhielt DJ Reinhard Flamming die Gäste, die aufgefordert waren mit einem möglichst „knallbunten“ Selfie an einem Wettbewerb teilzunehmen. „Knallbunt“ ist auch das Motto des Kirmes-Comebacks. Drei große bunte Luftballons zieren das neue Logo, das Christoph Frauenlob aus Kleve entworfen hat. Ein Team des WDR berichtete live vom Neustart der Kranenburger Kirmes und trug dazu bei, das sowohl Organisatoren als auch Besucher recht stolz auf ihr Fest waren. Drei Störche flogen über das Areal, drehten eine Runde und besahen sich den Kranenburger „Rummel“ von oben.

„Kranenburg lässt es knallen“

Am heutigen Montag heißt es „Kranenburg lässt es knallen“. Die Fahrgeschäfte öffnen um 14 Uhr, Familientag mit zahlreichen Aktionen für Groß und Klein ab 15 Uhr. Clown Pepe kommt ins Festzelt. Dämmerschoppen ab 18 Uhr. Die „Moonlights“ spielen Hits von damals und heute. Höhenfeuerwerk gegen 22 Uhr.

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