Wahlkampf

Kranenburger CDU freut sich auf einen Zweikampf

Bislang gibt es zwei Bewerber für eine CDU-Kandidatur um das Bürgermeisteramt: Ferdinand Böhmer (links) und Hans-Ulrich Heiden (rechts). Christian Kersten und Joachim Janßen freuen sich auf den demokratischen Wettstreit.

Bislang gibt es zwei Bewerber für eine CDU-Kandidatur um das Bürgermeisteramt: Ferdinand Böhmer (links) und Hans-Ulrich Heiden (rechts). Christian Kersten und Joachim Janßen freuen sich auf den demokratischen Wettstreit.

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Kranenburg.  Hans-Ulrich Heiden und Ferdinand Böhmer bewerben sich um eine Bürgermeister-Kandidatur. Am 29. November entscheidet die Basis

„Wir haben bislang zwei Kandidaten und darauf dürfen wir auch stolz sein. Für die CDU Kranenburg ist das eine neue Situation“, sagt Joachim Janßen. „Und das ist spannend.“ Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokratischen Partei freut sich auf den Wettstreit, den seine Partei in den nächsten Wochen erleben wird. Hans-Ulrich Heiden und Ferdinand Böhmer wollen als CDU-Kandidat Bürgermeister werden. Und jetzt werden sie in fünf Sitzung sich in den einzelnen Ortsverbänden vorstellen und ihre politischen Ziele erläutern.

Polizist gegen Kämmerer

Beide Kandidaten seien hervorragend, sagt Joachim Janßen. Hans-Ulrich Heiden macht seit Jahrzehnten Kommunalpolitik in Kranenburg und ist als Verwaltungsfachmann bei der Kreispolizei in Kleve tätig. Er leitet das Controllings und die Steuerung der Behörde. Der 57-Jährige wohnt in Nütterden und hat sich im Vorfeld seiner Bewerbung bereits einem innerparteilichen Verfahren gestellt. In einer Art Bewerbungstraining wurden er, Ferdinand Böhmer und Christian Kersten auf Herz und Nieren geprüft. Christian Kersten hat dann später seinen Wunsch, Bürgermeister zu werden, ad acta gelegt. „Ich bleibe Berufsschullehrer“, sagt er.

Als Bürgermeister möchte Heiden die solide Finanzpolitik weiterführen und in der Umweltpolitik „Mensch und Umwelt in Einklang“ bringen. Wenn sich die Landesvorgaben ändern sollten, dann kann sich Heiden gut vorstellen, erneut einen Vorstoß in Sachen Windenergie zu wagen.

Beide Kandidaten haben viel Erfahrung

Ferdinand Böhmer ist im Rathaus ein alter Hase. Der 55-jährige Kämmerer kennt nahezu alle Bereiche im Rathaus und diese Karte möchte er gerne ausspielen: „Ich stehe für Kontinuität“, sagt er. Gleichwohl sei er nach wie vor ehrgeizig: „Wer aufhört, besser werden zu wollen, der hat aufgehört, gut zu sein“. Seit 17 Jahren arbeitet er als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und möchte nun selbst die Leitung der Verwaltung übernehmen. Böhmer wohnt in Zyfflich in einem umgebauten Bauernhof: „Dafür habe ich auch keine zusätzlichen Flächen verbraucht“, lacht er mit Blick auf die aktuellen Umweltdebatten.

Die CDU nimmt gerne noch weitere Bewerbungen entgegen. Bis zum 31. Oktober kann man sich bei der Partei melden. Janßen betont, dass der Parteivorstand sich für keinen Kandidaten im Vorfeld aussprechen wird. Das Verfahren soll transparent und fair ablaufen. Die Wahlkämpfer sicherten der Partei zu, dass sie auf jeden Fall im Wahlkampf 2020 den CDU-Kandidaten tatkräftig unterstützen werden.

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