Impfzentrum Kalkar

Kreis Kleve: FDP sorgt sich um Anbindung des Impfzentrums

Wie kommt man zum Impfzentrum? Die FDP fordert eine Konzept für den ÖPNV.

Wie kommt man zum Impfzentrum? Die FDP fordert eine Konzept für den ÖPNV.

Foto: Karl Banski / FUNKE Foto Services

Kreis Kleve  Die FDP im Kreistag will ein klares Konzept zur Verkehrsanbindung des Impfzentrums am Wunderland in Kalkar.

Die FDP im Kreis Kleve macht sich Sorgen um die Verkehrsanbindung des Impfzentrums in Kalkar. Die Freidemokraten haken daher bei Landrätin Silke Gorißen nach, wie denn nun eine bessere ÖPNV-Anbindung gelingen soll.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Ralf Klapdor betonte bereits in der Kreistagssitzung vom 1. Dezember 2020, dass er eine "konkrete Lösung für die Anbindung und Erreichbarkeit des Impfzentrums" erwarte. „Aus unserer Sicht kann der Eindruck im Süden des Kreises, dass man eine für sie ungünstige Lösung gefunden habe, nur durch Fakten, aus der Welt geschaffen werden. Hier muss die
Landrätin klar aufzeigen, dass es sich um den bestmöglichen Standort handelt und eine gute ÖPNV-Anbindung garantiert ist“, so Klapdor.

Informationen zur Finanzierung

Mit Sorge würden die Freidemokraten die Entwicklung betrachten, dass bis heute noch keine konkreten Lösungen für eine ÖPNV-Anbindung vorliegen. Auch zur Finanzierung des Impfzentrums wünschen sich die Freidemokraten weitere Informationen. Die FDP will ferner wissen, warum der Kreistag und die Bürger erst sehr spät über den Standort Kalkar ausführlich unterrichtet wurden.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Kay Ehrhardt, schickte der Landrätin einen Fragenkatalog. Unter anderem möchte er wissen, welche Kosten für das Impfzentrum entstehen und ob sich die Landrätin für ein zweites Impfzentrum eingesetzt hat.

Es gibt noch keinen Termin für einen Impfstart

Auch möchte Ehrhardt wissen, warum der Flughafen Weeze als Standort nicht geeignet war. "Welche Unterbrechung des Betriebes fürchtete man bei dem Flughafen Weeze als Standort für das Impfzentrum", fragt sich Ehrhardt.

Die Klever Kreisverwaltung teilt der NRZ auf Anfrage mit, dass aktuell noch kein Termin für einen Impfstart im Impfzentrum Kalkar vorliegt. Der Kreis Kleve habe zum 15. Dezember die Betriebsbereitschaft des Impfzentrums an das Land NRW gemeldet. "Wir brauchen drei Tage Vorlauf, um dann tatsächlich vor Ort in der Messe Kalkar zu impfen", so Kreissprecherin Ruth Keuken.

Kreis benötige die Detailplanung der KVNO

Was die Verkehrsanbindung betreffe, sie man derzeit im Gespräch mit den Bürgermeistern im Kreisgebiet. Es werde über "denkbare Ansätze" geredet und auch die Bürgermeister würden sich mit Ideen einbringen.

"Für konkrete Planungen benötigen wir jedoch zwingend belastbare Informationen seitens der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein - insbesondere zur Frage, ob es bei der Terminvergabe für das Impfzentrum Kreis Kleve durch die KVNO für bestimmte Tage Termine für die Bürgerinnen und Bürger einer bestimmten Kommune geben wird. Ob eine solche Bündelung für die KVNO organisatorisch möglich ist, ist derzeit noch nicht bekannt", so der Kreis Kleve.

Konkrete Planung steht noch aus

"Sobald der Kreis Kleve hierzu seitens der KVNO genaue Informationen erhält, können wir konkret planen und die Öffentlichkeit über mögliche Angebote informieren", stellt die Verwaltung fest.

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