Kommentar

Kreis Kleve: Es gibt noch viel zu impfen

Andreas Gebbink

Andreas Gebbink

Foto: Marco Virgilito / NRZ

Kreis Kleve.  Die Analyse der Amtsärztin zeigt, dass uns die Pandemie noch länger beschäftigen wird. Jetzt kommt es auf die Gruppe der 18- bis 59-Jährigen an.

Die aktuelle Corona-Lage im Kreis Kleve ist kritisch. Die Zahl der Infizierten schoss in dieser Woche enorm in die Höhe. Lag die 7-Tage-Inzidenz am Sonntag noch bei 189, reden wir am Donnerstag über eine Inzidenz von 288.

Mehr Analyse ist notwendig

In der Gesellschaft gibt es daher eine breite Debatte über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht, und da sind die Zahlen, die Dr. Martina Scherbaum im Kreis-Gesundheitsausschuss präsentiert hat, sehr hilfreich. Demnach brauchen wir eine Diskussion über eine Impfpflicht für Personen ab 60 Jahren im Kreis Kleve nicht mehr führen – denn diese Gruppe ist schon fast zu 100 Prozent geimpft. Das ist eine beruhigende Erkenntnis.

Das Elend wird noch lange andauern

Bedenklich ist hingegen die Tatsache, dass die Erstimpfungsquote bei den 18- bis 59-Jährigen nur bei 82 Prozent liegt. Das bedeutet, dass wir noch Wochen benötigen, um die erforderlichen 95 Prozent zu erhalten, da ja zwischen Erst- und Zweitimpfungen idealerweise sechs Wochen liegen sollten. In absoluten Zahlen reden wir über 17.600 Erstimpfungen allein in dieser Gruppe, die noch fehlen.

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