Kommentar

Kreis Kleve: Fraktionen sollten ihr Vorhaben überdenken

Andreas Gebbink

Andreas Gebbink

Foto: Miriam Fischer / funkegrafik nrw

Kreis Kleve.  Braucht der Kreis Kleve wirklich einen Kreisdirektor? Der Kreistag sollte der neuen Verwaltungsführung die Chance für Veränderungen geben.

Benötigt der Kreis Kleve wirklich einen Kreisdirektor? SPD, Grüne, FDP und Freie Wählergemeinschaften möchten mit ihrer politischen Mehrheit eine sichtbare Veränderung im Kreishaus erwirken. Die Kommunikation zwischen Landrätin, Politik und Verwaltung soll sich deutlich verbessern und ein Kreisdirektor werde eine wichtige Rolle spielen. Die Fachbereiche sollen in Dezernate aufgehen.

Die Argumente, warum der Kreis Kleve nun einen (teuren) Kreisdirektor benötigt, sind aber bislang nicht einleuchtend. Bevor die vier Fraktionen ihre neuen Muskeln im Kreishaus spielen lassen, sollten sie noch einmal überlegen, ob ein Kreisdirektor wirklich so sinnvoll ist – und welche tagesfüllende Arbeit er leisten soll.

Dem neuen Team eine Chance geben

Die Klever Kreisverwaltung hat schlanke Strukturen, die auch einer vernünftigen Führung unterliegen. Die Fachbereiche Finanzen, Technik und Soziales haben im Sommer jeweils eine neue, junge Leitung bekommen, die motiviert und mit neuen Ideen zu Werke geht. Die neue Landrätin signalisiert deutlich mehr Kommunikationsbereitschaft als ihr Vorgänger. Es wäre da nur fair, wenn man ihr und dem neuen Team eine Chance gibt.

Hier gibt es mehr Artikel und Bilder aus Kleve und Umland Die Verwaltungsstruktur jetzt zu ändern, nur weil man es jetzt kann, ist kein guter Beginn. SPD, Grüne, FDP und Freie Wähler sollten ihre neue Macht besser bei wichtigeren Themen ausüben als auf dem Feld der Verwaltungsstruktur.

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