Ausbildungskampagne

Kreis Kleve: Handwerks-Botschafter erzählen von Traumberufen

Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel (von links): Ausbildungsbotschafterin Elisa Lelie, Fee Knupp (WfG), Saskia Janssen-Hendrix (Geschäftsführerin des Haarstudios Hendrix), WfG-Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers und Nathalie Tekath-Kochs (WfG).

Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel (von links): Ausbildungsbotschafterin Elisa Lelie, Fee Knupp (WfG), Saskia Janssen-Hendrix (Geschäftsführerin des Haarstudios Hendrix), WfG-Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers und Nathalie Tekath-Kochs (WfG).

Foto: WfG Kreis Kleve

Kreis Kleve.  Die Wirtschaftsförderung hat mit Partnern für die virtuelle Initiative „Ausbildungsbotschafter Handwerk“ Videos produziert.

„Für mich stand mein späterer Berufswunsch Friseurin schon lange fest“, sagt die 21-jährige Elisa Lelie, die im Haarstudio Saskia Janssen-Hendrix in Goch gelernt hat. „Schon im Kindergarten habe ich Freundinnen und Puppen die Haare gemacht.“ Übung macht den Meister – mittlerweile hat sie ihre Prüfung bestanden und arbeitet im Gocher Haarstudio als Gesellin.

Sie ist eine von zwölf Ausbildungsbotschafterinnen des Handwerks, die aufgrund der Corona-Einschränkungen nun digital Jugendlichen die Berufs- und Karrierechancen im Handwerk näher bringen und somit Nachwuchskräfte sichern soll. Was ihr bei den Aufnahmen vor laufender Kamera im Foyer der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve (WfG) aufgrund ihrer spürbaren Begeisterung für den Beruf sicherlich auch gelingen wird.

Kampf dem Fachkräftemangel

„Aufgrund der besonderen Situation kann es in diesem Jahr keinen Tag der Ausbildung geben“, erklärt Hans-Josef Kuypers, Geschäftsführer der WfG, „zumindest nicht in der Praxis, dafür aber virtuell.“ Und diese Chance nutzt die Kreis-Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Kleve und den Handwerks-Innungen mit der Initiative „Ausbildungsbotschafter Handwerk“. Denn der Fachkräftemangel und zahlreiche unbesetzte Ausbildungsplätze machen dem Handwerk nach wie vor zu schaffen.

„Dabei ist der Handwerksberuf auch für Studierende eine echte Alternative. Und nirgendwo kann man so schnell Karriere machen wie eben im Handwerk“, betont Kuypers. An zwei Tagen wurden nun die Ausbildungsbotschafter interviewt. Während der Ton- und Bildaufnahmen stellten sie – coronagerecht in Einzelterminen – die Vorzüge einer Ausbildung in ihrem jeweiligen Berufsbild dar.

Junge Leute aus den Gewerken Dachdecker, Metall, Fleischer, Baugewerbe, Elektro, Sanitär-Heizung-Klima, Friseur, Tischler, Maler- und Lackierer, Gold- und Silberschmuckschmiede sowie Zweirad-Mechaniker sprachen über ihre handwerklichen Traumberufe, ihre Wege dorthin und welche Chancen sie zukünftig für sich sehen.

Immer beim Meister lernen

So wie der angehende Tischler Matthias Tebarts van Elst aus Kevelaer. Er ist im dritten Lehrjahr bei der kleinen Tischlerei von Theo Janßen in Uedem an der Viehstraße beruflich zu Hause.

„Schon sehr früh habe ich mit der Familie gemeinsam Dinge zusammen gebaut. Am Ende des Tages sehen können, was man geschafft und geschaffen hat ist ein gutes Gefühl“, betont der engagierte Tischlerlehrling.

An seinem Ausbildungsbetrieb schätzt er vor allen Dingen die Möglichkeiten, die ihm die kleine Möbelschreinerei bieten kann. Die Auszubildenden lernen in Uedem automatisch immer beim Meister, weil Theo Janßen mit den beiden Auszubildenden das gesamte Tischlerteam bildet. „Mit dem handwerklichen Geschick, dem technischen Verständnis und dem ästethischen Gefühl für die Sache werden uns Fähigkeiten an die Hand gegeben, mit denen uns die Welt offen steht“, meint Tebarts van Elst.

Ob Elisa Lelie aus dem Gocher Haarstudio, Matthias Tebarts van Elst aus der Uedemer Tischlerei oder die zehn anderen Ausbildungsbotschafter – allen ist gemein, dass sie einen Beruf erlernt haben oder erlernen, der sie erfüllt und der ihnen mit dem eventuellen späteren Meistertitel auch Aufstiegschancen bietet.

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