Ausbildung

Kreis Kleve: Jeder Schüler soll eine Jobperspektive erhalten

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Eine Vereinbarung zur sogenannten Verantwortungskette unterzeichneten die Partner im Kreis Kleve.

Eine Vereinbarung zur sogenannten Verantwortungskette unterzeichneten die Partner im Kreis Kleve.

Foto: Ant Palmer / FUNKE Foto Services

Kreis Kleve.  „Kein Abschluss ohne Anschluss“: Partner der NRW-Initiative erneuern ihre Kooperation. Diese Schüler stehen jetzt besonders im Blickpunkt.

„Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) – das ist der Name der nordrhein-westfälischen Landesinitiative zum Übergang von der Schule ins Berufsleben. Der Titel ist Programm, auch im Kreis Kleve: Keine Schülerin, kein Schüler soll aus der Schule entlassen werden, ohne ihr oder ihm eine Perspektive für den Anschluss zu bieten.

Im Kreis Kleve gibt es KAoA bereits seit dem Jahr 2015. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, wird die Landesinitiative in einem stetigen Prozess an aktuelle Bedarfe und Entwicklungen angepasst. Mit der sogenannten Verantwortungskette wird nun der Fokus auf die Schülerinnen und Schüler gerichtet, die sich in den Abschlussklassen der Sekundarstufe I befinden und zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres noch keinen passenden Anschluss gefunden haben.

Zandra Boxnick lobt gute Vernetzung

Im Beisein der Allgemeinen Vertreterin des Landrates und verwaltungsfachlichen Leiterin des Regionalen Bildungsbüros des Kreises Kleve, Zandra Boxnick, haben Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalen Koordinierungsstelle für KAoA Kreis Kleve, der Schulaufsicht Kreis Kleve, der Agentur für Arbeit Wesel, des Jobcenters Kreis Kleve, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, der Kreishandwerkerschaft Kleve, der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH, der Unternehmerschaft Niederrhein sowie der Bildungsträger im Kreis Kleve die Vereinbarung unterzeichnet.

Die Verantwortungskette skizziert strukturierte und standardisierte Prozesse bei der Gestaltung des Übergangs. „Keine Schülerin und kein Schüler geht nach dem Schulabschluss in den Sommerferien ,verloren‘“, betont Zandra Boxnick. Der Blick der Experten richte sich insbesondere auf jene Schülerinnen und Schüler, die zu einem bestimmten Zeitpunkt keinen Ausbildungsvertrag bzw. keine Zusage für eine Ausbildung oder eine weiterführende Schule erhalten haben. „Unser Ziel ist es, für jede und jeden von ihnen partnerschaftlich eine Anschlussperspektive zu identifizieren. Dass alle KAoA-Partner den Kreis Kleve gut kennen und sehr gut vernetzt sind, hilft dabei enorm.“

Job-Speed-Dating und Nachvermittlungsaktion

Die Unterzeichnenden übernehmen mit der Vereinbarung eine gemeinsame Verantwortung für die Umsetzung – und damit für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler, so der Kreis Kleve. Neben klar definierten Aufgaben wurden auch zahlreiche Angebote für die entsprechenden Schülerinnen und Schüler identifiziert. Diese umfassen beispielsweise Beratungsangebote, Ausbildungsplatzbörsen, Job-Speed-Dating, Messen, Vermittlungsangebote – auch in den Sommerferien – sowie eine Nachvermittlungsaktion nach Ferienende.

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