Politik

Kremer rechnet sich für Europa Chancen aus

Im kommenden Jahr gibt es erneut eine Europawahl. Die Kandidaten für den Niederrhein  müssen sich bereits jetzt bewerben.

Foto: Dietmar Wäsche

Im kommenden Jahr gibt es erneut eine Europawahl. Die Kandidaten für den Niederrhein müssen sich bereits jetzt bewerben. Foto: Dietmar Wäsche

Kalkar.   Der 43-jährige Politiker aus Kalkar wurde von der Kreis-CDU als Kandidat für die Europawahl vorgeschlagen. Er arbeitete viele Jahre in Brüssel.

Er ist ein erfahrener Europäer. Christian Kremer hat bereits viele Jahre in Brüssel gearbeitet und einen großen Erfahrungsschatz aufgebaut. Als langjähriger stellvertretender Generalsekretär der Europäischen Volksparteien weiß der Kalkarer, wie die Politik in der europäischen Hauptstadt funktioniert.

Es wundert daher nicht, dass die Kreis-CDU den 43-Jährigen als Kandidat für die Europawahl im nächsten Jahr vorgeschlagen hat. Kremer muss sich jetzt in einem parteiinternen Wettbewerbsverfahren gegen bislang zwei Bewerber aus Neuss und Viersen durchsetzen. Insgesamt gibt es sechs niederrheinischen Kreisverbände bei der CDU. Mit seiner Vita dürfte er allerdings nicht die schlechtesten Chancen haben. Kein anderer Kandidat kann auf ein Netzwerk in Brüssel zurückgreifen.

Europa und Niederrhein – das war bislang in den Händen von Karl-Heinz Florenz aus Neukirchen-Vluyn. Der Landwirt vertrat die Interessen der Region zwischen Kranenburg und Mönchengladbach seit sagenhaften 30 Jahren. Florenz ist seit 1989 Europaabgeordneter im Parlament und ist stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz.

Zukunftsfrage Klima

Es sind also große Fußstapfen, in die Christian Kremer treten würde. Möchte er aber gar nicht: „Jeder entwickelt seinen eigenen Stil und Ziel muss es sein, so gute Arbeit wie möglich abzuliefern“, sagte er gestern im Gespräch mit der NRZ. Seit über zwanzig Jahren ist der 43-Jährige im CDU-Kreisverband Kleve aktiv und besitzt in Brüssel ein großes Netzwerk innerhalb der EVP-Fraktionen, des Parlamentes und der Kommission. Von Donnerstag bis Sonntag lebt er zurzeit in Kalkar-Appeldorn, um die niederrheinische Politik zu verfolgen.

Christian Kremer hat sich seit 2008 intensiv mit der Finanzkrise und der Griechenlandthematik beschäfigt und an den Positionen der Christdemokraten gearbeitet. Seit 2015 rückte auch das Thema Mirgration und Sicherheit in das Blickfeld des Niederrheiners. Für die EVP hat er sich intensiv mit dem Grenzschutz auseinander gesetzt. Eine der spannendsten Zukunftsfragen sieht er im Klimaschutz: „Wie schaffen wir es, eine wettbewerbsfähig Wirtschaft zu erhalten und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen?“

Erfahrener Kandidat

Günther Bergmann, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes, hält Kremer für den idealen Kandidaten. Rund um die Sommerferien soll es einen Bezirksdelegiertentag am Niederrhein geben, auf dem sich die drei Nominierten vorstellen können. Am Ende steht die Aufstellung der Landesliste der CDU-NRW im Rahmen einer Landesvertreterversammlung.

Günther Bergmann freut sich über das klare Votum des Kreisvorstandes: „Mit Christian Kremer schicken wir einen starken und erfahrenen Kandidaten ins Rennen, der Politik und ‚Europa‘ kennt wie seine Westentasche und der gleichzeitig seit vielen Jahren am Niederrhein politisch aktiv ist.“

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