Kunst

Kunst auf Achse

Das Kunst- und Organisationsteam vor dem Caravan.

Das Kunst- und Organisationsteam vor dem Caravan.

Foto: Christoph Karl Banski

Kleve.   Eine ganz andere Reise mit dem Caravan hat die hiesige BBK-Sektion auf die Beine gestellt

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Bei Schnibbelbohnen Gespräche über die Unterstadtbebauung führen, sich fürs Radio zu einem selbst gewählten Thema interviewen lassen, bei einer Dame im Business-Kostüm Samen in eine Samenbank einzahlen - ziemlich schräg haben fünf Künstlerinnen und Künstler die fünf Stationen eines Kunstwohnwagens durchgeplant. Organisiert hat diese so ganz andere Reise mit „Caravan und Satellit“ durch den Niederrhein die hiesige Sektion des Bundesverbandes Bildender KünstlerInnen (BBK). „Der Caravan steht für unmittelbare, ungefilterte Erfahrung, gleichzeitig nimmt man aber etwas Vertrautes mit auf die Reise“, erläutert Nicole Peters vom BKK.

Vom 31. August bis zum 11. Oktober verweilt der Caravan jeweils knapp eine Woche vor Ort, wird dort umgebaut, bespielt, verfremdet und dürfte zahlreiche Besucher anlocken. „Kunst soll hier aber nicht anschauend erlebt werden“, betont Peters.

Interaktion

Wichtig ist vielmehr die Interaktion mit dem Publikum. Zum anderen gibt es in den einzelnen Städten parallel zum Caravan-Aufenthalt Ausstellungen und andere Aktionen - das sind die sogenannten „Satelliten“. Künstler vernetzen sich untereinander und mit den Institutionen vor Ort. Leute kommen zufällig vorbei und erleben unversehens Kunst, wie sie es normalerweise nicht für möglich halten.

Eine fachkundige Jury hat die fünf Künstlerinnen und Künstler aus 22 Bewerbern ausgesucht. Den Anfang macht Tina Tonagel in Neuss mit dem Wohnwagen als „White Box“ (ab 31. August). Auf dem Marktplatz in Kalkar wird derselbe Wohnwagen dann in der Woche vom 7. September eine Samenbank darstellen, bei der man alte Pflanzensamen einzahlen kann - wie bei einer richtigen Bank, mit Formularen und Stempeln.

Geregelte Zeiten

Die Künstlerin Carly Schmitt wird auch ganz geregelte Öffnungszeiten haben. Nach Stationen in Geldern (ab 14. September) und Duisburg (ab 28. September) ist der Wohnwagen dann zum Finale ab dem 5. Oktober in Kleve. Und zwar vor dem Haus Koekkoek. Hier tritt dann der Künstler Max Knippert in Aktion. Aus den Türen des bisherigen Rathauses baut er das „Rathaus24“, in dem er mit vorbeikommenden Menschen über die Bebauungspläne diskutieren möchte. Morgens ab 7.30 Uhr serviert er dazu einen „Strammen Max“, mittags gibt es jeweils Schnibbelbohneneintopf. An jedem Standort gibt es Einführungen von renommierten Kunstkennern. Dazu die Satelliten. In Kleve sind das eine Ausstellung im Projektraum-Bahnhof25, die ab dem 21. September laufen wird, und ein Projekt im B.C. Koekkoek-Haus mit Katja von Puttkamer am 6. Oktober.

Ein komplettes Programm gibt es im Netz: www.bbk-niederrhein.de/caravan.

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