Arbeitsleben

Leiharbeiter: Bundeskabinett beschließt neue Regeln

Der Zoll wird deutlich aufgestockt.

Der Zoll wird deutlich aufgestockt.

Foto: Arne Dedert / dpa

Kreis Kleve.  Um die Ausbeutung von Leiharbeitern zu unterbinden gelten künftig neue Vorgaben. Der Zoll wird zur Überwachung um 1000 Kräfte aufgestockt.

Um die Missstände unter Leiharbeitern einzudämmen wird der Zoll um 1000 Stellen aufgestockt. Das teilt jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks mit. Der Zoll soll künftig eine neue Regelung kontrollieren, die das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat. Künftig werden Menschen, die zwischen zwölf und 18 Monate lang zum Arbeiten nach Deutschland kommen, von sämtlichen deutschen Arbeitsgesetzen profitieren. Gilt ein bundesweit allgemeinverbindlicher Tarifvertrag, dann wird die darin geregelte Entlohnung künftig auch auf entsandte Arbeitnehmer angewendet werden.

Neue Regelungen bei Entlohnung

Konkret bedeute die Verbesserungen, dass zum Beispiel Unterkünfte, die vom Arbeitgeber gestellt werden, nicht mehr direkt vom Lohn abgezogen werden dürfen. Gleiches gilt für Reisekosten und Verpflegung, die bislang häufig dem Arbeitnehmer und der Arbeitnehmerin zu deren Nachteil auf den Lohn angerechnet wurden.

Hier gibt es mehr Artikel und Bilder aus Kleve und Umland„Wir schieben der Ausbeutung von Arbeitskräften einen Riegel vor und fördern damit den Grundsatz ,gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleich Ort’. Gleichzeitig sorgen wir für Gerechtigkeit, Rechtsklarheit und fairen Wettbewerb“, so Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve.

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