Karneval

Lot se ma lölle

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KARNEVAL. Die Klever Flying Familli ließ sich die jecke Stimmung trotz Finanzkrise nicht vermiesen.

KLEVE. Lass 'se mal reden oder op Kleffs Platt „Lot se ma lölle” wird bestimmt Bürgermeister Theo Brauer nach der Beschwerde des 1. FC Kleve denken. Der Karneval bei der Flying Familli brachte nämlich am Wochenende zu Tage, dass Brauer eine Beschwerde des 1. FC Kleve vorläge. Inhalt, so Willi Feierabend (Eberhard Killemann), am Samstagabend im Klever Kolpinghaus: Der in letzter Zeit in die Schlagzeilen geratene Club wende sich gegen einen Bettler in der Stadt, der mit Büchse „kleines Geld” sammle. Auf Nachfrage erklärte FC-Boss Dönisch-Seidel: „Heiner Potz, Arie van Lent und ich wollen das selber machen.” Lachsalven nicht nur für Ex–Prinz Ebi, sondern auch für den Eisbrecher in der Bütt 'enne Scholljong' (Sebastian Fischer): „Ich komme aus NRW und laut Pisa-Studie bin ich dumm.” Er wusste, dass seine Mitschüler alle umsonst auf der Schule sind: „Ich bin dagegen kostenlos.” Garanten auf den närrischen Brettern, die die Welt bedeuten, waren ebenfalls „So ein Mann” alias Gerd Klunder, „Stöpsel” (Anne Schleß), die mit ihrem Freund in die Studentenstadt Kranenburg gezogen ist oder Pit Schlau (Peter Schleß jr.), der regelmäßig mit seinem Freund Heini vom EOC in Richtung Unterstadt mit dem City-Train fährt. „Guck mal ein Kinderzug”, hätte ein kleiner Bengel die Tage zur knatsch-grünen „Bimmelbahn” gesagt. Das Moderatorenpaar – et Kleffs Pöörke – alias Peter Schleß (Schnuckel) und Beate Kepser (Tütteke) hatte es zum Klever Bahnhof verschlagen. Schließlich „fuhr Tütteke in Kur”. Als Abschied gab's die „Amigos” (Theo Kepser und Mani Rosenberg). Eine gute Mischung zwischen Wort, Gesang und Tanz, dass gehört schon seit Jahren zum guten jecken Familli-Ton. Da durfte die Priga'03 mit ihren Karnevalsrythmen zum Schunkeln und Klatschen natürlich nicht fehlen. Das Humusballett, das mit einer Playback-Show unter anderem mit Herbert Knebel, Pink aber auch Wolle Petri vertreten war, brachte den Saal zu später Stunde noch zum Kochen. Da hatten es die „Flotten Bienen” mit ihrem Rap auf Schneewittchen und die Sieben Zwerge sehr leicht zum Schluss des fünfstündigen Programms die Herzen des Publikums zu erobern. NACHWUCHS IM KOMMENGarde- und Showtänze auf die setzt seit je her die Familli. So begeisterten die Familli Wölkchen, die Teenies, die First Generation oder Solotänzerin Melissa Koenen. Ein wahrer Hingucker waren die Puppenspieler und Puppen der Flying Dancer. Premiere hatte als Nachwuchs-Solotänzerin Alina Bonk. (DK)

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