Märchenfestival Kranenburg

Märchenfestival in Kranenburg

Das Märchenfestival in Kranenburg lockte bei zauberhaftem Wetter viele Besucher an.

Foto: NRZ Katharina Rouenhoff

Das Märchenfestival in Kranenburg lockte bei zauberhaftem Wetter viele Besucher an. Foto: NRZ Katharina Rouenhoff

Kranenburg.   Bei sonnigem Wetter lockten am Wochenende mittelalterliche Spiele und ein Bühnenprogramm für die ganze Familie zum zweiten Märchenfestival.

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„Der Tag wird in die Geschichte eingehen. Die Kinder der Christophorus-Schule haben uns vom schwarzen Ritter befreit,“ verkündet „Stadtschreiberin“ und Konrektorin Anni Clees. Mit einer Schlacht um die Stadt und anschließendem Umzug zur Hauptbühne begann am Samstag das zweitägige Kranenburger Märchenfestival. Mittelalterliche Kostüme und Spiele sowie ein kreatives Bühnenprogramm luden Klein und Groß zu einer Reise in die Märchenwelt ein.

Wahre Helden im Kranenburger Märchen waren die Kinder der Christophorus-Schule. Sie hatten nicht nur großherzig entschieden, den schwarzen Ritter frei zu lassen, sondern auch Theaterstücke vorbereitet.

Als Bäume verkleidet verwandelten die Grundschüler die Bühne mit Gesten und Gesang in einen unheimlichen Wald, in dem Jorinde verschwunden war. „Wo ist Jorinde? Ruft doch mal,“ motivierte Anni Clees die Kinder im Publikum, bei der Suche mitzuhelfen. „Jorinde!“ riefen sie, und schauten gebannt auf die Bühne, bis Jorangel und seine Geliebte sich wieder glücklich in den Armen lagen. „Wir wurden von der Gemeinde eingeladen, am Märchenfestival mitzuwirken, und nutzen die Gelegenheit gleichzeitig als unser Schulfest,“ sagt Clees.

Märchenhafte Auftritte

Neben märchenhaften Auftritten konnten die Besucher die traditionellen Handwerke des Schmieds und der Spinnerin beobachten, an den Schmuck- und Seifenständen stöbern, oder die vielfältigen Eindrücke im Märchencafé des St. Johannes Stifts sacken lassen. Selbst aktiv werden konnten Kinder bei Angeboten wie Armbrust schießen, Kamm-Weben und Jonglieren. Während die fünfjährige Amelia sich beim Kinderschminken in Elsa verwandeln ließ, hat ihr Bruder an einer Piraten-Tauglichkeitsprüfung teilgenommen. Stolz zeigt er seiner Mutter die Urkunde: „Ich musste einen Seemannsknoten knüpfen, Ratten bekämpfen und einen Schatz suchen.“ Die Mutter der beiden freut sich. Highlight für die achtjährige Maya aus Kleve war die Falknershow. Kurz nachdem ein riesiger Greifvogel auf ihrem Arm gelandet war, ist sie zwar noch sprachlos, aber Angst hatte sie nicht.

Resonanz ist grandios

Wichtig beim Märchenfestival sind auch Darsteller, wie die „Chaosraben“ aus Wuppertal und Umgebung. Wenn die Gruppe nicht gerade kleine Piraten und Piratinnen anheuert, nimmt sie an Highland Games teil und veranstaltet Metal-Konzerte. Böse Drachen werden beim Verein „Kalios“ aus dem Raum Kamp-Lintfort bekämpft – zum Glück der Darsteller nicht mit Schwertern sondern mit Schwimmnudeln.

„Die Resonanz ist grandios,“ freut sich Markus Schlegel von der Gemeinde Kranenburg. Die Veranstalter haben sich zur Aufgabe gemacht, tagsüber hauptsächlich die Kinder zu belustigen. „Dann sind meistens auch die Eltern zufrieden.“ Das Abendprogramm bot Auftritte der Mittelalterbands „Thekenspieler“ und „Die Streuner“ sowie eine Aftershow-Party im Bürgerhaus. „Uns war besonders wichtig, alles zu erschwinglichen Preisen anzubieten,“ betont Co-Veranstalter Hartmut Wächter.

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