Landgericht

Mann aus Kleve soll Monteur mit einer Flex angegriffen haben

Im Schwurgerichtssaal wurde der Prozess gegen einen 29-Jährigen aus Kleve geführt.

Im Schwurgerichtssaal wurde der Prozess gegen einen 29-Jährigen aus Kleve geführt.

Foto: van Offern, Markus (mvo) / Ja

Kleve.  Ein 29-Jähriger soll unter Drogeneinfluss mit Flex auf Unbekannten losgestürmt sein. Er habe einen verwirrten Eindruck gemacht.

Über seine Taten sprechen wollte er nicht, ein Geständnis legte er dennoch ab: Ein 29-jähriger Klever muss sich vor dem Landgericht in einem Sicherungsverfahren wegen Körperverletzung sowie versuchter gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen in Tateinheit mit Sachbeschädigung verantworten. Im März vergangenen Jahres soll er in Rindern einen an einem Wohnhaus tätigen Fenstermonteur niedergeschlagen haben. Im Anschluss soll er mit einer Flex auf den ihm unbekannten Mann zugelaufen sein und bei seiner Flucht mehrere Fahrzeuge beschädigt haben.

Verwirrter Handwerker

Der geschädigte Handwerker sagte aus, ihm sei der Tatverdächtige aufgrund seines „verwirrten“ Zustands aufgefallen. „Ich habe gesehen, dass es kein normaler Mensch war“, sagte der 48-Jährige. Er habe dem Verdächtigen Hilfe angeboten. Diese habe er abgelehnt. „Da sagte er: ´Dein Haus, mein Auto`. Ich wusste nicht, was er damit sagen wollte“, erklärte der Fenstermonteur. Der Verdächtige habe rote Augen und ein ungepflegtes Äußeres gehabt. Der Angeklagte bestätigte, am Tattag Amphetamin konsumiert zu haben.

In der Folge habe sich der Handwerker mit einer Leiter in Richtung Hauseingang begeben, plötzlich sei der Verdächtige auf ihn losgestürmt. Der 29-Jährige, schon vor dem Tatzeitpunkt in psychiatrischer Betreuung, habe nach der Leiter gegriffen und soll mit dieser auf den Handwerker eingeschlagen haben. „Er hat mich am Hals angepackt, als wenn er mich umbringen wollte. So etwas habe ich noch nie erlebt und will es auch nie mehr erleben“, sagte der Geschädigte.

Vier Fahrzeuge beschädigt

Daraufhin soll der Tatverdächtige eine Flex aufgehoben und mit dieser auf den Geschädigten zugegangen sein. Der Handwerker floh in die obere Etage. Anstatt zu folgen beschädigte der Angeklagte vier Fahrzeuge. Wenig später wurde er festgenommen. Der Staatsanwaltschaft nach soll der Beschuldigte die Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben. Ihm droht die unbefristete, geschlossene Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.

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