Kunstsammlung

Museum Kurhaus Kleve erwirbt drei Schmitten-Zeichnungen

Neuerwerbungen für Museum Kurhaus: Drei Werke von Andreas Schmitten sind nun Teil der Klever Sammlung

Neuerwerbungen für Museum Kurhaus: Drei Werke von Andreas Schmitten sind nun Teil der Klever Sammlung

Foto: Claudia Gronewald

Kleve.   Das Museum Kurhaus fügt seiner Sammlung drei Zeichnungen des Düsseldorfer Künstlers Andreas Schmitten zu, der 2018 in Kleve ausstellte.

Mit der Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW, der Förderstiftung und des Freundeskreises des Museums und des Koekkoek-Hauses hat das Museum Kurhaus Kleve drei großformatige Zeichnungen von Andreas Schmitten angekauft.

Die ersten beiden Zeichnungen der Serie „Ohne Titel (Chimera Electrified)“ erinnern an fast makabre, alptraumhafte Betriebsanleitungen, um Menschen – in diesem Fall einem Mann und einer Frau – die Köpfe mit einem Messer zu öffnen. „Andreas Schmitten“, sagte Museumsleiter Prof. Harald Kunde, „findet in seiner Arbeit zu Bildern, die wehtun.“ Dafür wähle er symbolische Formen, um die Beziehungen zwischen Mann und Frau zu analysieren.

Das Spiel zwischen den Geschlechtern wird dann in der dritten Zeichnung, einer Schenkung des Künstlers, komplett ad absurdum geführt: Hier gehen die beiden Figuren eine Art Symbiose ein – beide sind mit den halbierten Köpfen miteinander verbunden –, die sie letztlich komplett handlungsunfähig macht.

Viel beachtete Einzelausstellung in Kleve

Schmitten, dessen Arbeiten jetzt im Nachgang zu seiner viel beachteten Einzelausstellung im vergangenen Jahr für Kleve erworben werden konnten, reiht sich mit den drei Zeichnungen in die schon bestehende Sammlung figurativer Grafik und Malerei im Museum Kurhaus ein. Zu ihnen gehören etwa Werke von Alex Katz, Mark Tansey oder Konrad Klapheck. Es sei „fantastisch“, der Sammlung neue Werke hinzufügen zu können, freute sich Kunde. „Eine Sammlung muss wachsen, um den Anschluss nicht zu verlieren.“

„Klever Schwan“ rief großes Echo hervor

Für Andreas Schmitten sei der Ausstellungsort Kleve als historisch zu betrachten, sagte Ulla Gansfort von Schmittens Düsseldorfer Galerie Schönewald. „Hier hat er mit ,Die Wartende’ seine erste Außenskulptur gezeigt.“ Das schnell als Klever Schwan bezeichnete Werk auf dem kleinen Museumsparkplatz habe ein enormes öffentliches Echo hervorgerufen, so Gansfort.

In der Folge habe sich für den Künstler eine rege Ausstellungstätigkeit entwickelt, sagte die Galeristin. „Kleve war für mich einfach eine großartige Möglichkeit auszustellen“, so Schmitten, der nahezu das ganze Haus bespielen konnte. „Andreas Schmitten ist in NRW eine der bekanntesten Positionen“, ordnete Kuratorin Valentina Vlasic ein. „Wir sind sehr stolz auf die Neuerwerbung.“ Das Museum Kurhaus habe sich einen Ruf aufgebaut, meinte Dr. Peter Wack vom Vorstand des Freundeskreises, und verfüge über einen guten Rückhalt in der Bevölkerung.

Der Ausstellungskatalog ist weiterhin zu haben

Im Museumsladen sind noch einige Exemplare des Katalogheftes zum Preis von fünf Euro zu bekommen. Im Stil und Format eines klassischen Reclamheftes dokumentiert es die Ausstellung 2018.

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