Museum Kurhaus Kleve

Museum Kurhaus Kleve zeigt kostbare Leihgaben

Neupräsentation und Dauerleihgaben sind ab Sonntag im Museum Kurhaus Kleve zu sehen. Hier: David Thorpe und Dirk Skreber. Im Hintergrund ein Bildnis von Sonja Mataré.

Foto: Claudia Gronewald

Neupräsentation und Dauerleihgaben sind ab Sonntag im Museum Kurhaus Kleve zu sehen. Hier: David Thorpe und Dirk Skreber. Im Hintergrund ein Bildnis von Sonja Mataré. Foto: Claudia Gronewald

Kleve.   Museum Kurhaus Kleve gibt mit der Ausstellung „Wasser & Wein“ Einblick in seine neu präsentierte Sammlung und zeigt kostbare Dauerleihgaben.

Es ist ein Stelldichein der großen und prominenten Namen, zu dem das Museum Kurhaus Kleve am Sonntag, 11.30 Uhr, einlädt. Mit der Ausstellung „Wasser & Wein“. Neupräsentation der Sammlung I“ zeigt das Haus einen Teil seiner Schätze. Viele von ihnen waren lange Zeit nicht zu sehen; das Museumsteam um Direktor Prof. Harald Kunde hat die Kunst in neue Zusammenhänge gebracht, lässt Werke miteinander kommunizieren und macht einen ganz neuen Blick auf scheinbar Altbekanntes möglich. Eine Neupräsentation ist „eine immer wiederkehrende Aufgabe für ein Museum“, sagt Kunde. Und ein immer wieder neues Seh-Erlebnis für den Besucher.

Zwei sehr konkrete Anlässe für die Schau

Dieses Mal gibt es zwei sehr konkrete Anlässe für die Schau nach Innen. Zum einen scheint der Erwerb der spätgotischen „Heiligen Drei Könige“ fast gestemmt. „Wir sind auf einem guten Weg, die restliche Summe von 30 000 Euro zusammen tragen zu können“, so Kunde. Entscheidenden Anteil am Erwerb der bislang teuersten Anschaffung des Museums haben die Ernst von Siemens-Kunststiftung und die Kulturstiftung der Länder. Sie finanzieren den Löwenanteil der 750 000 Euro teuren Skulpturengruppe.

Ansporn für das Museum den Katharina von Kleve-Saal neu zu konzipieren. Ein neues Fenster und auf Augenhöhe platzierte Skulpturen machen fortan den Reiz des Saals aus. Sie alle können aus nächster Nähe und mit all ihren Details betrachtet werden.

Dauerleihgaben des Landes

Zweiter Anlass für die Neuordnung der Sammlung: die Dauerleihgaben des Landes. Wie die NRZ berichtete, erhielt das Klever Haus gemeinsam mit weiteren 34 Museen im Land teils hochkarätige Werke aus der Sammlung Portigon/WestLB. „Mit den Arbeiten können wir unsere Stärken stärken“ sagt der Museumsleiter. Neben Werken Ewald Matarés und Dieter Roths, die die bestehende Sammlung erweitern, kommen Arbeiten so renommierter Künstler wie Candida Höfer und Wolfgang Tilmans hinzu. Bei den Werken, die exemplarisch der Sammlung des Hauses zugeordnet werden können, sind vor allem Werke von Man Ray, Andy Warhol oder Konrad Klapheck sehenswert.

In nahezu allen Räumen des Hauses geht die Kunst dialogische Konstellationen ein. So gehört der ‘amerikanische Raum’ im Obergeschoss wieder gezeigten Arbeiten von Richard Serras Schwarz, das mit den neu erworbenen Manet-Bildern Stephen Prinas ebenso kommuniziert wie mit Joel Shapiros Farbkompositionen.

Große Namen und große Arbeiten

Große Namen und große Arbeiten stehen einander mit den monumentalen Werken von Andreas Gursky sowie Fischli/Weiss gegenüber. Einem Ausrufezeichen gleich kommt die faszinierende Kunst von Franz Gertsch, die es in der Wandelhalle zu entdecken gilt, während in der Pinakothek Raum für die Arte povera von Jannis Kounellis, Ettore Spaletti und Giuseppe Penone ist. Die Schau ist einen Rundgang allemal wert.

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