Austausch

Museums-Fördervereine aus Kleve und Goch arbeiten zusammen

Das Museum Goch.

Foto: Kristin Dowe

Das Museum Goch. Foto: Kristin Dowe

Kleve/Goch.   Die Fördervereine der Klever Museen und des Museums Goch wollen zukünftig beim Informationsaustausch und Veranstaltungen zusammenarbeiten.

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Als sich vor gut 30 Jahren in Goch und in Kleve Frauen und Männer zusammenfanden, um einen Verein zu gründen, ging es ihnen um die Förderung der Kunst in ihrer Stadt. 1987 entstand der Freundeskreis des Museums Kurhaus und des B.C. Koekkoek-Hauses, nur drei Jahre später fanden die Gründungsmitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des Gocher Museums zusammen. Heute nennt sich der Verein „Museum & Freunde e.V. – Förderer Museum Goch“. Gemeinsam ist ihnen allen, die Arbeit „ihrer“ Museen zu unterstützen, die Sammlungen ihrer Häuser zu erweitern, aber auch gemeinsame Unternehmungen zu starten.

An dieser Stelle setzt eine Idee an, mit der sich die Vorstände der beiden Vereine seit einigen Monaten beschäftigen. Sie haben Ende 2017 einstimmig beschlossen, eine Kooperation einzugehen. „Damit haben wir ein ganz besonderes Ereignis zu feiern“, freute sich Gochs Museumsleiter Dr. Stephan Mann auf die zukünftige Zusammenarbeit. Auch wenn zwischen den beiden Städten traditionell gewisse Animositäten bestünden, so Mann scherzhaft, tauschten sich die Museen seit Langem aus. „Das gilt auch für Häuser in den Niederlanden oder das Museum Schloss Moyland.“ „Wir haben alle eine eigene Identität, sitzen aber gleichzeitig alle in einem Boot.“

Und so haben Wilfried Röth, Jutta Tönnissen und Dr. Kurt Kreiten vom Klever Freundeskreis sowie Nathalie Guntlisbergen, Franz Engelen und Theo Becker aus Goch in den vergangenen Monaten ausgelotet, wie man gemeinsam Menschen für Kunst und Kultur begeistern kann. Freundeskreis-Vorsitzender Wilfried Röth, der im übrigen spontan auch dem Gocher Förderverein beitrat, sieht die Kooperation als „Idee, die Sinn macht“. „Wir fanden, dass wir gut zusammenpassen und dass hier durchaus eine Freundschaft entstehen kann, von der alle profitieren können.“

Zunächst, so Kurt Kreiten, solle es um gegenseitigen Informationsaustausch gehen. Veranstaltungen des einen Fördervereins sollen in Zukunft auch auf der Homepage des anderen zu finden sein. Angebote wie etwa die Exkursionen sollen den Mitgliedern beider Vereine zugänglich gemacht werden. „Wir verlinken unsere Webauftritte“, so Kreiten. Auf diese Weise erfahren Gocher und Klever von Ausflügen des Gocher Museumsvereins ins Kunstmuseum Ratingen am 15. Juli oder zur Fahrt ins Arp-Museum nach Remagen am 29. September. Die Klever informieren dort über ihre Tagesfahrt nach Groningen am 18. März zur Ausstellung „Romantik im Norden“ wie auch über die für April geplante dreitägige Fahrt nach Saarbrücken, wo der langjährige Museumskustos Dr. Roland Mönig heute tätig ist.

„Es geht uns darum, Identitäten zu stärken“, erklärt Stephan Mann. „Unsere Initiative ist der Einsicht geschuldet, dass wir für die Region etwas tun müssen.“ Es gehe nicht um Geld, sondern um Idealismus. „Wir wollen Synergien schaffen, die Freude und Begeisterung für Kunst wecken sollen.“ Das sei auch politisch ein wichtiges Signal. „Wir zeigen, dass es uns gibt und dass ein breites Bürgertum uns möchte.“

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