Mut bewiesen

Auch wenn man das Forum vermutlich jetzt schimpfend durch die Stadt jagen wird – die junge Fraktion hat genau richtig gehandelt. Um die finanzielle Lage der Stadt Kalkar wieder auf gesunde Füße zu stellen, ist eine deutliche Steuererhöhung dringend geboten. Die Finanzlage ist so miserabel, dass man diese durch Einsparungen alleine nicht verbessern kann. Natürlich greift man jetzt dem Bürger kräftig in die Tasche, aber vermutlich ist das erst der Anfang. Weitere Steuererhöhungen sind da eher wahrscheinlich.

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uch wenn man das Forum vermutlich jetzt schimpfend durch die Stadt jagen wird – die junge Fraktion hat genau richtig gehandelt. Um die finanzielle Lage der Stadt Kalkar wieder auf gesunde Füße zu stellen, ist eine deutliche Steuererhöhung dringend geboten. Die Finanzlage ist so miserabel, dass man diese durch Einsparungen alleine nicht verbessern kann. Natürlich greift man jetzt dem Bürger kräftig in die Tasche, aber vermutlich ist das erst der Anfang. Weitere Steuererhöhungen sind da eher wahrscheinlich.

Eine überraschende Figur macht die Kalkarer CDU. Dass der Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Leusch tatsächlich der Meinung ist, dass eine starke Steuererhöhung gar nicht notwendig ist und quasi alles in Butter sei, weil der Haushalt ja ausgeglichen ist, lässt einem die Spucke weg. Wie katastrophal müssen die Zahlen denn noch aussehen, damit man bereit ist, die Augen zu öffnen? Kalkar hat seinen Haushalt 2015 mit einem Minus von 4,2 Millionen Euro abgeschlossen. Über die Jahre gesehen, liegt der strukturelle Fehlbetrag bei Minus zwei Millionen Euro. Dies lässt sich durch Strukturanpassungen und Sparrunden beim besten Willen nicht mehr in den Griff bekommen.

Sparvorschläge von der Verwaltung einzufordern ist ja schön und gut, aber dann muss man sie auch politisch durchsetzen und mittragen. Zurzeit hat man eher den Eindruck, dass die CDU sich bei den wichtigen Themen lieber zurückzieht und anderen die unangenehmen Entscheidungen überlässt. Das ist aber für die ehemals größte Partei in Kalkar ein bisschen wenig. Wenn die CDU in Zukunft wieder ernst genommen werden will, dann muss sie auch aktiv an Lösungen für die Finanzmisere arbeiten. Sich nur über die knalligen Farben von Altkleider-Containern zu ärgern, hilft nicht weiter.

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