Freizeitpark

Nach 27 Jahren: Wunderland Kalkar bekommt neuen Eigentümer

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Kirmes am Kühlturm: das weltweit einzigartige Konzept des Wunderlands

Kirmes am Kühlturm: das weltweit einzigartige Konzept des Wunderlands

Foto: NRZ / Astrid Hoyer-Holderberg

Kalkar.  Unternehmer Hennie van der Most gibt den Freizeitpark ab – wer der neue Besitzer ist, was das für den Chef und die Mitarbeiter bedeutet.

1995 kaufte der niederländische Unternehmer für rund vier Millionen Mark den „Schnellen Brüter“ am Rande von Kalkar – was dann mit dem Areal geschah, war die Geschichte einer unglaublichen Verwandlung, in deren Verlauf aus der Ruine eines nie ans Netz gegangenen Atomkraftwerks ein florierender Freizeitpark wurde, der mehr als eine halbe Million Menschen pro Jahr anzieht. In den Corona-Jahren machte das Wunderland (anfangs hieß es noch „KernWasserWunderland“) mit einem Drive-Through-Weihnachtsmarkt bundesweit Schlagzeilen. Erfolgreich war der Park vor allem wegen des All-Inclusive-Konzeptes: Man zahlt einmal am Eingang, danach ist alles frei.

Doch der Mann, der in Kalkar sein visionäres Konzept von einem Freizeitpark mit Leben erfüllte, steigt nun aus: Hennie van der Most hat den Komplex am Rhein bei Hönnepel verkauft!

Der Chef bleibt, alle Mitarbeiter werden übernommen

Neuer Eigentümer ist ein Unternehmen aus den Niederlanden, das sich auf Eventgastronomie spezialisiert hat, die DeFabrique Holding. Es betreibt unter anderem die Vliegveld Twenthe Evenementlocatie und weitere Betriebsstätten. Am 1. August wurde der Kaufvertrag unterzeichnet. Haan Groot Obbink bleibt Geschäftsführer des Unternehmens, alle Mitarbeiter werden übernommen.

Bis zu 320 Beschäftigte arbeiten im Wunderland (davon knapp 120 Festangestellte). 2019, im letzten Jahr vor Corona, betrug der Umsatz des Komplexes rund 14 Millionen Euro.

430 Hotelzimmer mit 1000 Betten

Erwirtschaftet wird das Geld mit dem Freitzeitpark, aber auch mit der angeschlossenen Gastronomie sowie mit Messen und Veranstaltungen. Es gibt 430 Hotelzimmer mit 1000 Betten, Restaurants mit einer Kapazität von 1000 Besuchern sowie sieben Themenbars. In die Umgestaltung der Kraftwerksruine investierte van der Most nach eigenen Angaben 50 Millionen Euro.

Impfzentrum

Die Pandemie machte das ursprüngliche Geschäft für zwei Jahre nahezu unmöglich. Doch der Kreis Kleve wählte das Wunderland als relativ zentral gelegenen Ort aus, um dort das Impfzentrum unterzubringen. Dennoch waren die beiden vergangenen Geschäftsjahre sehr schwierig.

Eigentümer van der Most hatte ursprünglich innerhalb seiner Familie nach einem Käufer gesucht. Es fand sich jedoch kein Interessent. Van der Most will dem neuen Eigentümer beratend zur Seite stehen und spricht von einer „glänzenden Zukunft“, vor der das Wunderland mit dem neuen Eigentümer stehe,

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