Parken

Neu: Wochentickets für die Klever City

Hier darf geparkt werden, aber keiner tut’s.  Entlang der van-den-Bergh-Straße gibt es viel Platz stadtnah und kostenlos.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Hier darf geparkt werden, aber keiner tut’s. Entlang der van-den-Bergh-Straße gibt es viel Platz stadtnah und kostenlos. Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Bewohner der Innenstadt können sich für 50 Euro im Jahr von Knöllchensorgen frei kaufen. Parkscheiben für die Spyckstraße.

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Das Parken in der Klever Unterstadt wird sich verändern. Die Stadt will neue Wochen-Tickets für häufige Parker, für Beschäftigte in Rathaus und Innenstadtgeschäften sowie für Langzeitbesucher ausgeben. Auch Anwohner der Spyckstraße werden nach Kanalsanierung, Neugestaltung ihrer Straße und Wegfall von zwei Dritteln der Parkplätze mit Parkschein oder Vergünstigungs-Ticket ihr Auto vor der Tür abstellen.

Tickets für Minuten, Stunden, Tage, Woche, ein Jahr

Die NRZ ließ sich von Ralph van Hoof, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Gewerbe, erklären, was das Rat zum Jahresende auf den Weg gebracht hat.

Anwohner der Innenstadt können sich von allen Knöllchen-Sorgen frei kaufen: Humane 50 Euro im Jahr kostet eine „Parkvergünstigung“. Dafür können sie unbegrenzt an Parkscheiben und an Parkautomaten die Parkzeit überschreiten. Die letzten 25 Jahre hat solch ein Jahresticket die Hälfte gekostet. Das ist „nicht mehr zeitgemäß und nicht wirtschaftlich“, so van Hoof. Aber mehr als verdoppeln wollte er die Gebühr nicht,

In der Regel seien die Parkbereiche „Ludwig-Jahn-Straße“ und „Spoykanal“ nicht voll ausgelastet, seit dort 2016 Parkscheinautomaten stehen. Dort kann man ein Tagesticket für fünf Euro ziehen.

Neu hinzu kommt jetzt ein Wochenticket über sieben Tage für 10 Euro. Denn einige Bedienstete des Rathauses, Gewerbetreibende der Innenstadt und ihre Beschäftigten seien darauf angewiesen, ihr Auto mehrmals täglich zu bewegen. „Der Zeitverlust für die tägliche Arbeitszeit ist hierbei nicht unerheblich“, weiß die Verwaltung. Die Betroffene hatten um Ausnahmegenehmigung gebeten, das Wochenticket soll so etwas sein.

Mit der Bewirtschaftung auf den Plätzen an der Ludwig-Jahn-Straße wurde Dauerparkern zwar 2016 als Ersatz ein kostenloser Parkbereich hinter dem Bahnhof neben dem Wohnmobilstellplatz an der van-den-Bergh-Straße geschaffen. Doch reiche das nicht immer. Jetzt ist auch das Park- und Halteverbot an der van-den-Bergh-Straße aufgehoben. Man kann beiderseits der Fahrbahn kostenlos sein Auto abstellen – bisher tut das niemand.

Gebühren werden gerundet

Die Parkscheinautomaten auf den Parkbereichen „Ludwig-Jahn-Straße“ und „Spoykanal“ werden außerdem auf Debit- und Kreditkartenzahlung aufgerüstet (Kosten 9400 €). Bargeldzahlung bleibt weiter möglich. Nur die neuesten Parkscheinautomaten vom Typ „Strada“ können für solche Abbuchungs-Karten umgerüstet werden. Die Stadt Kleve hat vier davon, zwei bereits auf dem Parkbereich Ludwig-Jahn-Straße, zwei weitere werden von Bahnhof und von der Albersallee dorthin umgesetzt.

Bürger und Politiker hatten außerdem gebeten, die Gebühren an bestimmen Automaten auf volle Beträge zu runden: an der Hagschen Straße (eine Stunde Höchstzeit), Kleiner Markt und Rathaus (je zwei Stunden längste Parkzeit). Bisher zahlt man für die ersten 18 Minuten 20 Cent, für je weiteren sechs Minuten 10 Cent. Also für eine Stunde 90 Cent, für zwei 1,90 Cent. So viel Kleingeld hat man nicht immer parat, doch eine freiwillige Überzahlung ist technisch nicht möglich. Die Gebühr wird nun „geglättet“. Zur höchstzulässigen Parkzeit rechnet man dafür sechs Minuten „Weg-Zeit“ kostenfrei dazu, man parkt also für einen Euro eine Stunde und 6 Minuten, für zwei Euro zwei Stunden und 6 Minuten. (Kosten der Umrüstung der drei Automaten: 1450 €.)

Anwohner der Spyckstraße konkurrieren bereits heute mit Kleve-Besuchern um Parkplätze. Künftig kämpfen sie nach Ausbau ihrer Straße um einen der verbleibenden 39 Stellplätze. Darum schlägt die Verwaltung eine Parkscheibenregelung vor, werktags, 9 bis 19 Uhr, zwei Stunden. Die Anwohner sollen Parkvergünstigungen erhalten: Sie kaufen sich in der Parkscheiben-Straße die Überschreitung der Parkzeit bis ins Unendliche für 25 Euro im Jahr. Ein bestimmter Parkplatz ist dadurch aber ist nicht garantiert.

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