Kneipe

Neue Partner im Culucu

Partner im Culucu in Kleve-Rindern: v.l. Cherine und Sander Stoel, Georg Gartz, Margit Bunge 

Partner im Culucu in Kleve-Rindern: v.l. Cherine und Sander Stoel, Georg Gartz, Margit Bunge 

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve-Rindern.   Lässige Kult-Kneipe und Kulturverein machen ab heute getrennt gemeinsame Sache. Ideen von Kindertanz bis Workshops.

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Vom Kneipensterben wollen Cherine und Sander Stoel nichts wissen. Im Gegenteil. Sie träumen seit etwas über drei Jahren davon, neben ihrem Musikalienhandel (Hoffmannallee Kleve) auch eine Bühne irgendwo rund um Kleve zu beleben. Die Absicht, den Bahnhof Kleve zu kaufen, schien aber doch zu groß, zu teuer. Als Gast war das Paar aus Nütterden häufig im „Culucu“ an der Hauptstraße 123 in Rindern zu Gast.

Als sie jetzt erfuhren, dass sich die meisten Mitglieder des rein ehrenamtlich tätigen Culucu-Kulturvereins am Ende ihrer Kräfte fühlten, was den zeitlichen Aufwand betraf, da griffen sie zu. Das Culucu arbeitet ab 1. November zweigeteilt: Cherine und Sander Stoel übernehmen „Café und Live Music Bar“ mitsamt der Schankerlaubnis, der Verein steuert weiterhin sein Programm bei. Partner. Und das wird noch erweitert.

Kino, Tango, Fototreff und offene Bühne

„Die Ideen sind da“, sagt Cherine Stoel. Bisher war das schöne Gebäude der ehemaligen Post in Rindern ja nur an drei Abenden in der Woche (ab donnerstags) öffentlich genutzt. Es könnten nachmittags Kindertanz oder Musikworkshops dazu kommen, ist nun die Überlegung.

Angelo Hermann ist ein Bindeglied – er organisiert bereits im Culucu die Aku-Stage (offene Bühne für akustische Instrumente und Stimmen) und arbeitet bei Ehepaar Stoel im Laden.

Der Culucu-Verein bot bisher hochwertige Gigs von bekannten Bands bis hin zur „open stage“ für jedermann vor mal zehn, mal zweihundert Zuhörern. Der Culucu-Verein gab Kinoabend, Tango-Kreis und Fototreff, Jazzchor und einer kleinen Strick-Gruppe den Raum. Vieles wird so bleiben. Man macht getrennt gemeinsame Sache. Wobei die beiden neuen niederländischen Betreiber nun sicher auch Gruppen über die Grenze holen werden.

„Wir sitzen in der Musik“

Denn sie verpachten in den Niederlanden vier Proberäume an Bands und haben jede Menge Kontakte. „Wir sitzen in der Musik und leben für die Musik“, sagt Cherine Stoel, deren Mann außerdem in den Niederlanden Krankenwagenfahrer ist.

Die Übernahme der lässigen Kult-Kneipe am 1. November „ist für mich mein Geburtstagsgeschenk“, lacht die jetzt also 49-Jährige. „Ich finde es schön und wichtig, dass so etwas bleiben muss“.

Georg Gartz, Vorsitzender des Culucu-Vereins, sagt: „Natürlich wird sich im Laufe der Zeit etwas ändern, weil der Verein nicht mehr der Betreiber eines Vereinsheims ist, sondern Gast in einer Gaststätte“, aber er ist froh „dass wir uns jetzt auf die angenehmen Seiten des Vereins konzentrieren können.“

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