Stadtentwicklung

Neue Pläne für das Xox-Gelände

Das Modell fürs Xox-Gelände. Neu entstehen sollen die drei V-förmig verbundenen Wohnblocks am Spoykanal. Im Vordergrund der Wissensspeicher und die Wasserfläche neben der Hochschul-Mensa.

Das Modell fürs Xox-Gelände. Neu entstehen sollen die drei V-förmig verbundenen Wohnblocks am Spoykanal. Im Vordergrund der Wissensspeicher und die Wasserfläche neben der Hochschul-Mensa.

Foto: privat

Kleve.   Der Kevelaerer Investor Georg Ruffen möchte 200 Wohnungen und 50 Büroräume am Spoykanal errichten. Die Klever Politik ist ob der Größe noch skeptisch: „Das kann nicht hoppla-hopp durchgehen“

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Eigentlich hat der Bebauungsplan die Offenlage hinter sich, eigentlich müsse man dort allein mit einem Bauantrag bauen können, sagt die Architektin. Aber die Politik in Kleve zögert und wird wohl in der nächsten Ratssitzung den Bebauungsplan fürs Xox-Gelände, Briener Straße, gegenüber der Hochschule, noch einmal in den Bauausschuss zurück verweisen. Die Architektin Stefanie Ruffen hat nämlich im Auftrag eines Investors 200 Wohnungen und 50 Büroräume (die Hochschule sei bereits interessiert) in drei verklinkerten Gebäuden auf 10 000 Quadratmetern geplant. „Das ist ein stadtpolitisch sehr relevantes Projekt von großer Dimension“, antwortet Planungsamtschef Dirk Posdena auf NRZ-Anfrage. „Wir müssen es von allen Seiten prüfen. Wir sind mit allen Beteiligten im Gespräch, inklusive der Politik. Noch gibt es keine Ergebnisse.“

Die Politiker „kennen das Projekt in groben Umrissen,“ antwortet CDU-Stadtverbandschef Jörg Cosar der NRZ. „Erst war von 400 Wohneinheiten die Rede, dann von 200. Details fehlen. Es scheint mir persönlich noch unausgegoren,“ zögert Cosar. Seine Koalitionspartnerin Dr. Hedwig Meyer-Wilmes (Grüne) wartet auch auf eine ausführliche Diskussion im Bauausschuss. „Es ist noch nicht deutlich,was entstehen soll. Etwas Massives. Für schnelle Entscheidungen ist das Grundstück zu sensibel. Diese Diagnose tragen alle“. Josef Gietemann, SPD, sagt, dass „ein so voluminöses Objekt gewissenhaft geprüft, wohl durchdacht und gut beraten sein will. Das kann nicht hoppla-hopp durchgehen“. Noch vor den Kommunalwahlen werde sich die Politik mit der Gestaltung des XOX-Geländes befassen, so die Verwaltung.

Vorgesehen sind statt heutigem Autohandel und Lampenladen drei viergeschossige Gebäude mit Staffelgeschoss, was in etwa der Höhe der Hochschule entspreche, sagt Architektin Stefanie Ruffen (Schwägerin des möglichen Investors Georg Ruffen). Die Formation der Häsuer bilde zwei V-förmige Innehöfe, eine zur Stadt hin geöffnet nach Süden, einen nach Westen zum Spoyufer hin. Dort läge dann auch das Schwimmbecken von fünf mal 24 Metern. Mieter können es benutzen, aber eigenttich hat es vor allem technische Gründe. Denn Georg Ruffens Metier sind biogasanlagen und Blockheizkraftwerke. Er braucht ein Medium, um überschüssige Wärme los zu werden – übers Wasser. In den erdgeschossen der Geäbude könnten Bistro, Fitnesstudio und Waschsalon Raum finden. Die Wohneinheiten hätten 22 Quadratmeter, könnten aber auch zu 44 oder 88 qm verbunden werden, alle mit kleinem Bad, Küchenzeile und möbliert.

Man hört, mancher Politiker befrüchte, dass auch mit 200 Wohneinheiten ein sozialer Brennpunkt entstehen könne. Andere überlegen, die Nutzung speziell für die internationalen Studenten, die oft auf dem freien Wohnungsmarkt kein Zimmer finden, und als Appartements für berufstätige Singles oder Senioren zu deklarieren.

Investor Georg Ruffen konnte, wie berichtet, Baupläne für Studentenwohnungen in Bedburg-Hau und Kranenburg nicht verwirklichen. Nachbarn waren dagegen.

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