Neue Regeln für den Verkauf des Wisseler Sees

Kalkar-Wissel.   Für den Verkauf des Ferien- und Campingplatzes Wisseler See hat Stadt Kalkar jetzt die Rahmenbedingungen geändert. Vor einigen Wochen war europaweit ein Teilnahmewettbewerb gestartet. Darin sollten zwei Flächen separat erworben werden könnten: das sogenannte Hotelgrundstück am See in der Nähe der Reithalle und ein Grundstück für Ferien- und Wochenendhausbebauung. Von dieser Absicht rückt die Stadt jetzt ab.

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Für den Verkauf des Ferien- und Campingplatzes Wisseler See hat Stadt Kalkar jetzt die Rahmenbedingungen geändert. Vor einigen Wochen war europaweit ein Teilnahmewettbewerb gestartet. Darin sollten zwei Flächen separat erworben werden könnten: das sogenannte Hotelgrundstück am See in der Nähe der Reithalle und ein Grundstück für Ferien- und Wochenendhausbebauung. Von dieser Absicht rückt die Stadt jetzt ab.

„Im Verlauf des Teilnahmewettbewerbs haben wir Rückmeldungen aus dem Markt erhalten,“ wonach die Aufteilung den Wettbewerb einschränke“, erfuhr Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz. „Potenzielle Erwerber sehen das Risiko, dass in der Nachbarschaft eine Konkurrenzsituation entstehen könnte, deren Folgen nicht abzuschätzen sind“, erläutert sie. Die Stadt hat das laufende Verfahren darum gestoppt, zumal sich bisher kein Bieter nur für ein einzelnes Los beworben hat. Ein neues Teilnahmeverfahren wurde eröffnet. Letztlich zielt das Vorgehen darauf ab, die Position des künftigen Erwerbers der Freizeitanlage zu stärken. „Wir erwarten, dass der Erwerber konkrete Vorschläge für die Entwicklung und den langjährigen weiteren Betrieb des Campingplatzes erarbeitet und nachhaltig investiert. Dann soll er im Gegenzug auch ein höheres Maß an Investitionssicherheit bekommen“, verdeutlicht Wirtschaftsförderer Dr. Bruno Ketteler.

Wie berichtet, will sich die Stadt für einen Mindesterlös von 11,8 Millionen Euro von dem riesigen Gelände trennen: 44 Hektar Freizeitgelände und den angrenzenden Flächen Ferienhäuser / Hotel-Sportstätten.

Ketteler hatte erklärt, die Stadt habe zwar seit Jahren planerische Vorstellungen, aber nicht das Geld, den Freizeitpark auszubauen. So hatte man den See fast verdoppeln wollen mit einem umstrittenen Durchstich an der Mühlenstraße.

Die Anlage ist 52 Jahre alt. Die Zahl der Dauercamper sinkt, doch die der Interessenten für Chalets und Hütten steigt, ebenso das Interesse an Camping generell. „Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine Reihe neuer Unterkunftsmöglichkeiten geschaffen“, sagt Geschäftsführerin Daniela Dellemann. Trekkinghütten und „Wikingertonnen“, die zum Bereich „Glamping“ (Camping mit Niveau) zählen, wurden schon in den Vorjahren sehr gut gebucht. Der Wisseler See überzeugt mit Natur-Freibad, Sandstrand, Wiese, Spielplatz, Wasserrutsche, Booten, Veranstaltungshalle, Gastronomie und Laden. Stellen sind ausgeschrieben: für die Freibadaufsicht, fürs Restaurant Campino, für die Reinigung der Anlage. Saisonbeginn in den nächsten Tagen. Noch ist das Wasser kalt.

www.kalkar.de/de/inhalt/bauen-undwirtschaft/wisseler-see

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