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Neuer Tuchmarkt belebte Klever Stadtfest

Puh, auf der Großen Straße in Kleve war es gestern extrem voll.

Foto: Andreas Gebbink

Puh, auf der Großen Straße in Kleve war es gestern extrem voll. Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Tausende Besucher kamen gestern bei strahlendem Sonnenschein in die Klever Innenstadt. Die Klever Einzelhändler sind mit dem Geschäft zufrieden

Helmut van Bebber war gestern ein gefragter Mann. Der Klever Antiquar hatte beim gestrigen Bücherbummel allerlei Anfragen zu beantworten. Historische Bücher mit regionalem Inhalt sind nach wie vor gefragt. Bücher zur Stadtgeschichte Kleves gehören dazu und Persönlichkeiten der Historie: Anacharsis Cloots, Johann Moritz von Nassau-Siegen oder Konrad Heresbach – gab es alles zu finden auf den Büchertischen von Helmut van Bebber.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagt der Buchhändler und blickt auf das strahlende Wetter und die Besuchermassen, die sich gestern durch die Einkaufsstraßen von Kleve quälten. Wer keine Menschenaufläufe mag - der war gestern auf der Großen Straße fehl am Platze.

70 Bücherstände waren in der Herzogstraße und rund um den Spoykanal aufgebaut: „Das ist für uns auch das Limit“, sagt van Bebber. Denn die rund 60 Händler verkaufen an diesem Tag sehr gut: „Die meisten kommen daher auch immer gerne wieder“, so van Bebber.

Tuchmarkt war ein voller Erfolg

Eine richtige Belebung des Klever Stadtfestes war der Tuchmarkt auf der Hagschen Straße. Standen hier in den vergangenen Jahren vor allem fliegende Trödelhändler, die allerlei Nippes angeboten haben, wurden die günstigen Angebote der – meist niederländischen – Tuchhändler stark angenommen. Zwischen Sparkasse Rhein-Maas und Marktplatz Linde reihte sich ein Stand an den nächsten und man gewann schnell den Eindruck, dass hier interessierte Kunden auch tatsächlich kauften. Von der Meterware bis zum Abendkleid reichte das bunte Angebot. Die Preise lagen zwischen drei und neun Euro je Meter Stoffbahn.

Auf der Hoffmannallee wurde wieder getrödelt. Die zahlreichen Händler mit ihrem Krimskrams gehören zum Stadtfest mittlerweile dazu – und auch dafür gibt es eine große Käuferschicht.

Das „Mokes Trio“, eine akustische Folk-Rock-Band, sorgte mit Gitarre, Banjo, Bouzouki, Mundharmonika und Ukulele-Bass in der Herzogstraße für die musikalische Untermalung. Die Gäste lauschten auf den Bänken rund um das Antiquariat Zeitzeichen bei Kaffee und Selbstgebackenem der spannenden Mischung aus Kneipenmusik, Pop und lateinamerikanischen Liedern.

Vor der Deutschen Bank legte Michael Dickhoff von der Klangfabrik seine Rock-Oldies auf.

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