Gastronomie

Weezer Tierpark ist größerem Besucheransturm gewachsen

Marie-Christine Kuypers (Geschäftsführerin des Tierparks Weeze), Rainer Gegmann von der Firma Innog (l.) und Bürgermeister Ulrich Francken präsentieren stolz den neuen Elektro-Hoftraktor.

Marie-Christine Kuypers (Geschäftsführerin des Tierparks Weeze), Rainer Gegmann von der Firma Innog (l.) und Bürgermeister Ulrich Francken präsentieren stolz den neuen Elektro-Hoftraktor.

Foto: Kristin Dowe

Weeze.   Mit einem Café für die Besucher, einem neuen Gehege und einer Festwiese kehrt neues Leben in den Tierpark Weeze ein. Der Eintritt bleibt frei.

Marie-Christine Kuypers ist zufrieden, wenn sie die letzten Monate im Tierpark Weeze Revue passieren lässt. Im vergangenen Jahr hatte die studierte Tiermanagerin als Geschäftsführerin Verantwortung für den Tierpark übernommen – seitdem ist viel passiert. „Das Team ist gut eingespielt und wir wären jetzt sicherlich auch einem größeren Besucheransturm gewachsen“, sagt die Kleverin etwa mit Blick auf das Café „Schööpkes Huk“ (niederdeutsch für „Schäfchenhaus“), das im April sein Pforten öffnete.

Kaffee und Kuchen können die Besucher dort nun an Feiertagen von 15 bis 18 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen von 13 bis 18 Uhr genießen. In den Ferien ist das Café von 13 bis 18 Uhr geöffnet, wobei Gruppen ab 15 Personen nach vorheriger Anmeldung generell auch während der Woche bedient werden können. Das Café ist ein Instrument im Geschäftskonzept des Tierparks, um die Kosten der Gemeinde für Weezes Aushängeschild wieder in die öffentliche Kasse zu spülen – „150.000 Euro im Jahr sind für eine Kommune viel Geld“, stellt Bürgermeister Ulrich Francken treffend fest.

Deshalb brauche man Mittel, um die Zukunft des Tierparks auf sichere Füße zu stellen. Neben dem Café wirbt die Gemeinde deshalb beispielsweise um Sponsoren, die den Tierpark finanziell unterstützen. Mit gutem Beispiel geht da etwa Innogy SE voran – mit Unterstützung des Essener Unternehmens konnte der Tierpark elektronisch betriebenen Hoftraktor anschaffen. „Das steckt alles noch etwas in den Kinderschuhen und wir haben gerade erst angefangen, darin zu laufen“, drückt Francken es bildlich aus.

Brücke soll Besucher vom Ortskern zu den Schafen und Ziegen führen

Eintritt kostet der Tierpark allerdings weiterhin nicht, versichert der Bürgermeister. Eine weitere Einnahmequelle generiert sich aus dem Verkauf von Futter, das die Besucher für drei Euro pro Packung aus einem der Automaten ziehen können. Marie-Christine Kuypers hofft allerdings, dass Tierfreunde nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen es beim Futter aus dem Tierpark belassen und nicht eigene Lebensmittel an die Tiere verfüttern. „Manche packen auch die Nudeln aus.“

Die Besucherzahlen können sich sehen lassen – rund 80.000 Menschen machten 2016 einen Ausflug in den Tierpark. „Die Leute kommen bei Weitem nicht nur aus Weeze, sondern nehmen teilweise längere Anfahrtszeiten in Kauf, um hier einen Tag zu verbringen“, freut sich Kuypers. Ein neues Gehege, eine Festwiese für Veranstaltungen und niedlicher Nachwuchs bei den Wildschweinen (die Frischlinge sind gerade geboren) tun ihn wohl ihr Übriges, um vor allem im Sommer viele Besucher in den Tierpark zu locken. Eine Brücke über die Niers soll die Besucher direkt vom Weezer Ortskern zu den Schafen und Ziegen führen; der Startschuss für die Bauarbeiten soll 2018 fallen.

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