Verkehr

Niederländer bauen die A12 von Elten bis Arnheim dreispurig

Die neue, geplante Autobahn- und Fahrradbrücke über den Pannerdenschen Kanal.

Die neue, geplante Autobahn- und Fahrradbrücke über den Pannerdenschen Kanal.

Foto: Architekturbüro Ney & Partner / Rijkswaterstaat

Kreis Kleve.  Bis 2023 soll die Autobahn zwischen Elten und Westervoort fertig sein. Auch die Verlängerung der A15 zwischen Nimwegen und Zevenaar startet bald.

Die Autobahn A12 wird zwischen Emmerich-Elten und Arnheim-Westervoort im nächsten Jahr dreispurig ausgebaut. Das teilte jetzt der Autobahnbetreiber Rijkswaterstaat mit. Zuletzt hatte es in den Niederlanden massive Kritik an den täglichen Staus auf der A12 zwischen Duiven und Westervoort gegeben. Die zusätzlichen Fahrbahnen sollen bereits 2023 fertig sein. Bereits ein Jahr später soll auch der Neubau des Autobahnteilstücks der A15 zwischen Nimwegen-Bemmel und Duiven/Zevenaar fertig sein.

Staus sollen der Vergangenheit angehören

Umsetzen soll die Pläne das Baukonsortium „GelreGroen“, welches im Auftrag von Rijkswaterstaat die Autobahnen errichten soll. Das Konsortium teilte jetzt dem niederländischen Verkehrsministerium seine Planungen mit. „Das sind gute Nachrichten für Auto- und Lkw-Fahrer. Ich bin froh, dass damit die Schwierigkeiten auf der A12 behoben werden können“, sagte Ministerin Cora van Nieuwenhuizen. Vor allem die Regionen Achterhoek und Liemers haben sich für eine zügige Verbesserung der Verkehrssituation eingesetzt.

Neben der Verbreiterung der Autobahn wird es auch eine Abfahrt für das Gewerbegebiet in Zevenaar geben: Zevenaar-Oost. Wenn das neue Teilstück der A15 an die A12 angeschlossen wird, dann wird es für Zevenaar eine weitere Abfahrt geben: Zevenaar West, ebenfalls in Höhe des neuen Gewerbegebietes „7Poort“.

Neue Brücke über den Pannerdenschen Kanal

Starten möchte das Baukonsortium mit der Verbreiterung der A12 und der Erstellung von Baustraßen für die neue A15. Auch eine Brücke für die Querung des Pannerdenschen Kanals und der Betuweroute muss erstellt werden. Für das neue Bauwerk in der Naturschutzregion Liemers hat das Architekturbüro Ney & Partner einen Entwurf präsentiert. Demnach soll unterhalb der neuen Autobahnbrücke ein Fahrradweg und ein Gehweg gehängt werden. Ferner ist ein Aussichtspunkt geplant, der eine gute Sicht auf den Pannerdenschen Kanal und die Niederungen bietet. In den Pfeilern der Brücke sollen Nistmöglichkeiten für Uferschwalben eingelassen werden.

Neue Verbindung für Radfahrer

Christianne van der Wal, Regio-Ministerin für Verkehr in der Provinz Gelderland, freute sich über einen gelungenen Entwurf. Mit dieser Brücke gebe es für Fuß- und Radfahrer neue Verbindungsmöglichkeiten zwischen den Regionen Liemers und Betuwe.

Beginnen werden die Arbeiten Ende 2020. Bis dahin wird das Baukonsortium „GelreGroen“ mit vorbereitenden, organisatorischen Arbeiten beschäftigt sein.

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