Politik

Norbert van de Sand steigt aus der Politik aus

Norbert van de Sand verlässt die aktive Politik.

Norbert van de Sand verlässt die aktive Politik.

Foto: WAZ FotoPool

Kalkar.   Anmeldefrist als Kandidat für die Kommunalwahl ist am Montag um 18 Uhr abgelaufen

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Leicht gefallen ist es ihm nicht. Doch nach 39 Jahren, in denen er im Rat engagiert Lokalpolitik gemacht hat, steht der Entschluss fest: „Mit der Politik ist Schluss“, bestätigte gestern Norbert van de Sand gegenüber der NRZ. Was definitiv ist. Denn die Frist für seine Anmeldung als Kandidat der Kommunalwahl am 25. Mai ist am Montag um 18 Uhr abgelaufen. Und angemeldet ist der Hönnepeler nicht.

„Die Zeit war schon schön. Und ich hab auch einiges bewirkt“, schaut der 66-jährige pensionierte Grundschullehrer zurück. Doch als Einzelkämpfer wollte er nicht mehr für den Rat kandidieren. Wie berichtet, hatte er sich nach dem Zerwürfnis mit seinen ehemaligen CDU-Parteikollegen fürs „Forum Kalkar“ eingesetzt – aber auch dort keine politische Heimat gefunden.

Im Gegenteil. Die mit seiner Hilfe entstandene Bürgerbewegung setzte ihn nach nur kurzem gemeinsamen Weg vor die Tür. „Ob das rechtens war, dass mich ein nicht kompletter Vorstand herausgeworfen hat, lasse ich mal unkommentiert“, sagt van de Sand. Der, wenn er gefragt würde, auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen möchte. Immerhin sei er der Vater der Forum-Satzung, „ich war einfach der Ideen-Geber fürs Forum. Bis hin zur Namensgebung“, findet das fraktionslose Noch-Ratsmitglied.

Den handelnden Personen dort wünscht Norbert van de Sand dennoch viel Glück für ihr Tun. „Obwohl die große Euphorie der ersten vier Wochen wohl zu Ende zu sein scheint“, kann sich der selbst ernannte Verfechter von Bürgerinteressen in Kalkar einen Seitenhieb in Richtung Forum nicht verkneifen.

Rat- und Ausschuss-Sitzungen will er künftig auch nicht von den Zuschauer-Stühlen aus verfolgen. „Ich habe genug zu tun“, sagt van de Sand, mit dem anerkannterweise eine gehörige Portion Fachwissen verloren geht. „Ich bin bei der Verkehrswacht aktiv, in der Erwachsenenbildung, gebe Computer-Kurse“, sagt er. Und freut sich, dass er bald mehr Zeit für die Enkelkinder hat.

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