Unglücksfall

Obduktion: Junge verblutete in Goch nach Sprung in Scherben

Die Polizei fand in einem Gebüsch am Pfälzerheim Glasscherben.

Die Polizei fand in einem Gebüsch am Pfälzerheim Glasscherben.

Foto: Andreas Gebbink

Goch-Pfalzdorf.   Nach dem tragischen Tod eines Achtjährigen in Goch-Pfalzdorf liegt das Obduktionsergebnis vor. Der Junge starb durch eine Schnittverletzung.

Der achtjährige Junge, der sich beim Versteckspielen am Mittwochabend in Goch-Pfalzdorf schwer am Oberschenkel verletzt hatte, ist durch eine von Glasscherben verursachte Schnittverletzung verblutet. Das hat die von der Staatsanwaltschaft Kleve angeordnete Obduktion ergeben.

Das Kind hatte mit einem gleichaltrigen Freund vor dem Pfälzerheim an der Kirchstraße gespielt. Gegen 19 Uhr hatte sich der achtjährige Junge laut Polizeiangaben beim Sprung in ein Gebüsch dann die Schnittverletzung zugezogen. Über deren Größe machte die Polizei auf NRZ-Nachfrage keine Angaben. Beamte hatte bei den Ermittlungen vor Ort Fensterglas in einem Gebüsch gefunden.

Familien werden weiter betreut

Nach dem Unfall war der Spielkamerad sofort zu seinen Eltern gelaufen, die den Notarzt alarmierten. Dieser brachte den Jungen noch ins Klever St.-Antonius-Hospital, wo er jedoch verblutete. Mediziner weisen daraufhin, dass im Oberschenkel eine unter Druck stehende Schlagader verläuft. Wird diese verletzt, kann es in kurzer Zeit zu einem großen Blutverlust kommen.

Die Ermittler der Kriminalpolizei hatten mit dem Freund des verstorbenen Jungen gesprochen. „Das Obduktionsergebnis bestätigt seine Schilderung“, sagte Polizeisprecher Ingo Schankweiler, der von einem „tragischen Unglücksfall“ sprach.

Das Betreuungsangebot des polizeilichen Opferschutzes für die „fassungslosen Angehörigen“ bestehe auch nach Abschluss der Ermittlungen weiter fort, so Schankweiler. „Unsere Kollegen bleiben solange bei den Familien, wie diese es wünschen.“

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