Wochenendsiedlung

Oybaum-Bewohner sehen Chance auf Legalisierung ihrer Häuser

Die Bürgerinitiative kämpft fürs Wohnen am Oybaum. 

Die Bürgerinitiative kämpft fürs Wohnen am Oybaum. 

Foto: Bürgerinitiative

Kalkar.   Die Bürgerinitiative Oybaum fordert den Erhalt von dringend benötigtem Wohnraum. Die Abgabe von Stellungnahmen ist möglich.

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Die Bürgerinitiative Oybaum weist darauf hin, dass sie vielleicht doch noch Einfluss nehmen könne in Bezug auf die Legalisierung des Dauerwohnens in bestehenden Wochenendhaus- und Ferienhausgebieten. Am 17. April 2018 wurde die Einleitung des Änderungsverfahrens für den Landesentwicklungsplan (LEP) NRW („Entfesselungspaket II“) auf den Weg gebracht. Demnach solle gemäß dem zugehörigen „Erlass zur Konkretisierung des LEP NRW – Wohnen, Gewerbe und Industrie“ u.a. dort geeigneter Wohnraum geschaffen werden, wo er aufgrund der akuten Wohnungsnot in den Städten und Gemeinden und auch auf dem Land dringend benötigt wird.

Noch bis zum 15. Juli 2018 haben jetzt Bürger, Kommunen und Behörden in ganz NRW die Möglichkeit, im Rahmen des „Beteiligungsverfahrens für die Öffentlichkeit und die Planungsbehörden“ Stellungnahmen zur geplanten Änderung des Landesentwicklungsplanes NRW abzugeben (www.beteiligung-online.nrw.de, Punkt „Landesentwicklungsplan für Nordrhein-Westfalen“ oder per Mail an landesplanung@mwide.nrw.de).

Bürgerantrag der Oybaum-Initiative

Die Bürgerinitiative sieht in der Beteiligung an diesem Verfahren eine große Chance und hat bereits eine Stellungnahme beim NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie eingereicht. Damit möchte sie erreichen, dass das dauerhafte Wohnen in den rund 300 Wochenend- und Ferienhausgebieten in ganz NRW durch Festsetzungen in der Neufassung des LEP NRW uneingeschränkt legalisiert werden kann.

„Erfreulicherweise hat auch die Stadt Kalkar bereits eine Stellungnahme verfasst“, meldet die BI. Diese sowie ein weiterer „Bürgerantrag“ der Bürgerinitiative Oybaum zur Legalisierung des dauerhaften Wohnens im Wochenendhausgebiet werden auf der nächsten Sitzung des Bau-, Planungs-, Verkehrs- und Umweltausschusses am Donnerstag, 28. Juni, behandelt.

„Wünschenswert wäre es, wenn zahlreiche Kommunen mit dauerhaft bewohnten Wochenend- und Ferienhausgebieten dem Beispiel der Stadt Kalkar folgen und sich im Rahmen des Änderungsverfahrens zum LEP für ihre betroffenen Bürgerinnen und Bürger einsetzen würden“, das gelte auch für die Betroffenen selbst, so Egbert Peters, Sprecher der Bürgerinitiative Oybaum.

Die Bürgerinitiative (www.oybaum.de) vertritt die Interessen der rund 250 Bürger/innen in Hönnepel, von denen über 95 Prozent „aufgrund der Diskrepanz zwischen Bauplanungsrecht und Melderecht sowie mit Duldung und Unterstützung der zuständigen Behörden“ zum Teil schon seit Jahrzehnten dauerhaft im Oybaum wohnen. Die circa 125 hochwertigen Häuser, in vielen Fällen als Alterswohnsitz und Alterssicherung gedacht, haben drastisch an Wert verloren und seien praktisch unverkäuflich geworden, seit klar ist, dass sie nur an Wochenenden bewohnt werden dürfen.

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