Kommunalwahl 2020

Paukenschlag in Kalkar: Walter Schwaya verzichtet auf Mandat

Walter Schwaya von der SPD.

Walter Schwaya von der SPD.

Foto: LINDEKAMP, Thorsten / NRZ

Kalkar.  Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden war die Kommunalwahl ein „Misstrauensvotum“. Er werde jetzt sein Rentnerdasein genießen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Schwaya gibt auf. In einem Pressestatement erklärt er: „Die SPD Kalkar hat das schlechteste Ergebnis aller Zeiten erzielt und fällt von fünf auf nur noch drei Ratssitze zurück. Das ist kein Vertrauensbeweis sondern ein eindeutiges Misstrauensvotum der Kalkarer Bürger. Die Wähler scheinen mit unserer Politik nicht einverstanden zu sein.

Für diese Politik war ich als Fraktionsvorsitzender in den letzten vier Jahren verantwortlich und übernehme damit auch die Verantwortung für das überaus schlechte Wahlergebnis. Auch mein persönliches Abschneiden in meinem Wahlbezirk ist sehr enttäuschend. Ich werde daher mein Ratsmandat für die kommende Ratsperiode nicht annehmen und keine politischen oder öffentlichen Ämter mehr übernehmen.“

Hier gibt es mehr Artikel und Bilder aus Kleve und UmlandFast schon trotzig enttäuscht schreibt er ferner: „Statt mich um die Anliegen der Bürger und Probleme der Allgemeinheit zu kümmern, werde ich zukünftig mein Rentnerdasein genießen und mir mehr als einen „schönen Tag“ machen.“

Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Winfried van den Boom verzichte auf seinen Anspruch als Nachrücker aus der Reserveliste und werde dem neuen Rat nicht angehören. Die jüngeren Kräfte sollen jetzt nachrücken.

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