Autodiebstähle

Polizei Kreis Kleve: Keine Häufung von Autodiebstählen

Ein Mann versucht eine Autotür mit einer Metallstange aufzubrechen (gestellte Szene).

Ein Mann versucht eine Autotür mit einer Metallstange aufzubrechen (gestellte Szene).

Foto: Axel Heimken / dpa

Kreis Kleve.  In zehn Tagen wurden kreisweit fünf Fahrzeuge entwendet, nur eines konnte bisher sichergestellt werden.

Der aufmerksame Leser der kreisweiten Polizeimeldungen könnte das Gefühl bekommen, dass sich aktuell die Autodiebstähle häufen. Im Januar wurden elf Fahrzeuge sowie drei Anhänger entwendet. Im Februar waren es bereits fünf Fahrzeuge.

Eine akute Häufung der Autodiebstähle im Kreis könne die Polizei allerdings nicht feststellen, gibt sie auf Anfrage an. Es handle sich um „ganz unterschiedliche Fahrzeuge“ und die Fälle verteilten sich über den gesamten Kreis, begründet die Sprecherin diese Aussage. Daher sei aktuell nicht von einem Zusammenhang der Diebstähle auszugehen. Auch die Summe der Fälle für Januar und Februar seien nicht ungewöhnlich.

Im Januar wurden in Kleve zwei Fiat 500 entwendet, in Goch ein BMW 7L und ein Mercedes E 270. Weiter wurden der Polizei der Diebstahl eines Strandbuggys, eines Fiat 500 und eines Fiat Ducato in Emmerich, eines Peugeot-Rollers in Bedburg-Hau und eines VW-Busses in Issum gemeldet. Keines der Fahrzeuge ist bis dato wieder aufgefunden worden.

Verhindert wurde der Diebstahl eines Radladers in Geldern, da der Dieb samt Fahrzeug noch bei der Flucht mittels GPS-Signal geortet und gestellt werden konnte. Einem weiteren Täter misslang die Flucht mit einem zuvor entwendeten Mitsubishi aus Weeze – die Fahrt endete im Straßengraben.

Tipp der Polizei: Beim „Keyless Go“-System Funksignal blockieren

Im Februar scheiterten Unbekannte an dem Diebstahl eines Chrysler Compass in Geldern, hinterließen jedoch einen Sachschaden an der Fahrertür. Tatsächlich entwendet wurden hingegen ein Toyota Land Cruiser und ein Mercedes GLK in Uedem sowie ein Motorroller, ein Mercedes GLS und ein Land Rover in Goch. Nur der Jeep konnte sichergestellt werden.

Erst im vergangenen Jahr habe es jedoch tatsächlich eine Anhäufung der Autodiebstähle gegeben, so die Sprecherin weiter. Dabei griffen die Täter in die Funkfrequenz des „Keyless Go“-Systems ein und stahlen so hochklassige Fahrzeuge. Um sich davor zu schützen, rät die Polizei: „Legen Sie den ‚Keyless’-Transponder nie in der Nähe der Haustür ab und schirmen Sie das Funksignal durch geeignete Maßnahmen wie zum Beispiel eine Aluminiumhülle ab, damit Täter die Funkwellen nicht bis zum Auto verlängern können.“

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