Radiologie im Kreis Kleve

Radiologin Angelika Mosch-Messerich arbeitet weiter

Die Radiologin Angelika Mosch-Messerich hat viele Jahre für die Krankenhäuser in Kleve, Goch, Kevelaer, Kalkar und Emmerich gearbeitet. Jeden Tag hat sie alle Einrichtungen angesteuert.

Foto: Johannes Kruck

Die Radiologin Angelika Mosch-Messerich hat viele Jahre für die Krankenhäuser in Kleve, Goch, Kevelaer, Kalkar und Emmerich gearbeitet. Jeden Tag hat sie alle Einrichtungen angesteuert. Foto: Johannes Kruck

Kleve-Rindern.   45 Jahre hat Chefärztin Angelika Mosch-Messerich unermüdlich gearbeitet. Jetzt wurde sie erneut verabschiedet – es ist nicht ihre letzte Station.

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Sie spricht in kurzen Sätzen und sie spricht schnell. Ihr Blick verrät einen wachen Geist – Angelika Mosch-Messerich ist es gewohnt, hart zu arbeiten, diszipliniert zu sein, schnell zu entscheiden und viele Dinge gleichzeitig zu tun. Die Radiologin aus Kleve-Rindern ist eine richtige Powerfrau. Zig Jahre hat sie täglich jedes der fünf Krankenhäuser im Kreis Kleve angefahren, um vor Ort präsent zu sein. Angelika Mosch-Messerich war die Radiologin für die Krankenhäuser in Kleve, Goch, Kevelaer, Kalkar und Emmerich und hat ihre Arbeit sehr ernst genommen. 100 Kilometer hat sie jeden Tag im Auto zurückgelegt: „Das ist unglaublich“, sagt Kollege Klaus Krebber.

Sie verfügt über ungewöhnliche Fähigkeiten

Ihre äußere Erscheinung mag ein wenig an Miss Marple erinnern, aber Vorsicht! Ähnlich wie die britische Amateurdetektivin verfügt auch Mosch-Messerich über ungewöhnliche Fähigkeiten. Die 69-Jährige scheint mehrere Arme zu haben, um all die Aufgaben erledigen zu können. Weggefährten sprechen von einem „unglaublichen Arbeitseinsatz“ und Klaus Krebber bedankte sich jetzt anlässlich ihrer Verabschiedung aus dem Emmericher Krankenhaus, dass sie ihn über viele Jahre vertreten hat: „Irgendwann muss die Wahrheit mal ans Licht kommen: Ich habe Geld bekommen und Sie haben gearbeitet. Ohne Ihre Hilfe hätte ich nicht all die Dinge machen können, die ich getan habe“, so der ehemalige Bürgermeister Emmerichs.

„Sie haben gearbeitet wie verrückt“

Krebber hat lange mit Mosch-Messerich gearbeitet. Dass nicht immer alles reibungslos verlief, konnte man zwischen seinen Zeilen gut heraushören („Viele mussten sich an ihr Arbeitstempo erst gewöhnen“), aber es sei immer ein sehr kollegiales Verhältnis gewesen. Und dies sei ein Wert, den es in der Berufswelt immer weniger gebe. Krebber verneigte sich vor dem enormen Arbeitseinsatz: „Sie haben gearbeitet wie verrückt, sieben Tage die Woche und immer den Patienten im Blick gehabt. Das habe ich bewundert.“ Um alle Krankenhäuser bedienen zu können, habe die 69-Jährige stets einen flotten Fahrstil an den Tag gelegt: „Sie fährt wie sie arbeitet“, sagte Krebber mit einem Schmunzeln. „Aber sie arbeitete immer sicher, insofern brauchte man auch nie Angst im Auto haben.“

„Es war mir alles eine Selbstverständlichkeit“

Angelika Mosch-Messerich gab sich bei ihrer Verabschiedung bescheiden: „Es war mir alles eine Selbstverständlichkeit“. Zum Abschluss sagte sie, dass Führungskräfte in einem Krankenhaus „vor allen Dingen Disziplin, Einsatzwillen und Verzicht auf die unbedingte Durchsetzung des eigenen Willens“ an den Tag legen müssen. Der Blick müsse primär auf die Patienten und die Mitarbeiter gerichtet werden.

Auch mit 69 Jahren denkt Angelika Mosch-Messerich noch nicht ans Aufhören. Aktuell arbeitet sie an einem medizinischen Versorgungszentrum in Bocholt.

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