Polizei

Rasen durchpflügt: halbe Mio Euro Schaden nicht nur in Kleve

Der Fußballplatz in Warbeyen ist stark beschädigt. 

Der Fußballplatz in Warbeyen ist stark beschädigt. 

Foto: Christian Nitsch / VfR Warbeyen

Kleve/ Kalkar/ Bedburg-Hau.  Mit Auto über Sportplätze: 18-jähriger Verdächtiger aus Kalkar kommt wohl auch für zwei ähnliche Taten in den Niederlanden als Täter in Frage.

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Der Verdächtige, der in Kleve und Bedburg-hau Sportplätze mit seinem Pkw „umgepflügt“ hat, kommt wohl auch für weitere Taten in Frage, meldet die Polizei.

Nach den Vandalismusschäden auf dem Sportplatz des VfR Warbeyen in Kleve und den Golfplätzen an der Moyländer Allee in Bedburg-Hau sowie auf dem Mühlenhof in Kalkar (wie berichtet) hat die Kripo Kleve nun auch die niederländische Polizei in die Ermittlungen einbezogen. Demnach könne der Verdächtige aus Kalkar auch für zwei gleich gelagerte Taten auf einem Sportplatz in Lengel (NL) und einem Golfplatz in Groesbeek (NL) in Frage kommen.

Insgesamt ist derzeit von einem Gesamtsachschaden von ca. 500.000 Euro auszugehen. Auf Grund von Zeugenaussagen und Feststellungen des Erkennungsdienstes hat sich der Tatverdacht gegen den 18-jährigen Fahrer eines Ford Geländewagens aus Kalkar weiter erhärtet.

Polizei hat den Geländewagen vermessen

Er war in Moyland in Tatortnähe im Rahmen der Fahndung angehalten und kontrolliert worden. Hier hatten Polizeibeamte den Geländewagen des Verdächtigen vermessen und fotografiert. Darüber hinaus stellten Beamte Gras- und Erdproben sicher, um sie mit dem Bewuchs von den beschädigten Plätzen zu vergleichen. Weil das Profil der Reifenspuren auf dem Golfplatz Mühlenhof nicht mit den anderen beiden Tatorten in Kleve und Bedburg-Hau übereinstimmte, müsse „ein zweites Fahrzeug im Spiel gewesen sein“, rückschließt die Polizei.

Die Ermittler stellten nun am Montag, 13. Januar, bei dem 18-Jährigen einen VW Geländewagen sicher, auf den der Verdächtige zur Tatzeit Zugriff gehabt habe und dessen Reifenprofil eine offensichtliche Übereinstimmung mit der auf dem Mühlenhof gesicherten Spur aufweise, so die Polizei.

Ein Gutachter solle nun klären, ob das sichergestellte Fahrzeug bei dieser Tat genutzt wurde. Auch im Hinblick auf dieses zweite Tatfahrzeug – hierbei handelt es sich um einen schwarzen Touareg – sucht die Kriminalpolizei Kleve jetzt nach weiteren Zeugen, die sich unter 02821-5040 melden sollen.

In seiner Vernehmung machte der 18-jährige Verdächtige bisher von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und hat einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt.

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