Rettungsdienst

Rettungsdienst ist jetzt wieder in Kalkar vor Ort

In Kalkar wurde jetzt ein Rettungsfahrzeug stationiert.

Foto: Kreis Kleve

In Kalkar wurde jetzt ein Rettungsfahrzeug stationiert. Foto: Kreis Kleve

Kalkar.   Nach 20 Jahren gibt es in Kalkar wieder einen Rettungswagen. Ein Team wurde jetzt in der Von-Seydlitz-Kaserne stationiert.

In Kalkar gibt es nach zwanzig Jahren wieder einen Rettungsdienst vor Ort. Seit vergangener Woche Montag befindet sich dauerhaft ein Rettungstransportwagen auf dem Gelände der Von-Seydlitz-Kaserne an der Römerstraße. Der neue Standort ist 24 Stunden lang mit zwei Personen besetzt. Organisiert wird der Rettungsdienst in Kalkar von der Rettungswache in Goch. Die Gocher Hauptstelle trägt dafür Sorge, dass der neue Standort in Kalkar durchgängig besetzt ist. Dies bestätigte jetzt die Kreisverwaltung Kleve der NRZ.

Schneller am Einsatzort

Dass es in Kalkar wieder einen Rettungsdienst vor Ort gibt, ist bereits bei der Kalkarer Feuerwehr positiv bemerkt worden. Lutz Kühnen, Fraktionsvorsitzender des Forums im Stadtrat und in seiner Freizeit aktiver Feuerwehrmann, sagte gegenüber der NRZ, dass die Einsatzkräfte beim Küchenbrand in der Monrestraße fast zeitgleich mit der Feuerwehr vor Ort waren: „Das hat es schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Das ist für Kalkar eine sehr positive Entwicklung, denn der Rettungsdienst ist jetzt wesentlich schneller an der Einsatzstelle, als wenn die Kräfte aus Kleve, Goch oder Emmerich anfahren müssen“, so Lutz Kühnen.

In der Von-Seydlitz-Kaserne steht dem Rettungsdienst jetzt provisorisch eine Garage für den Transportwagen zur Verfügung und ein Aufenthaltsraum für das Personal. „Die Änderung steht im Zusammenhang mit dem aktuellen Bedarfsplan“, erklärte Kreis-Sprecher Jürgen Pastoors. Wie berichtet baut der Kreis seinen Rettungsdienst massiv aus. In diesem Jahr wurden zahlreiche Stellen ausgeschrieben, die jetzt peu à peu besetzt werden. Für Kalkar ist sogar der Neubau einer Rettungswache vorgesehen. Dieser Neubau werde sich aber vermutlich noch zwei Jahre hinziehen, so Pastoors. Aktuell diskutieren der Kreis Kleve und die Stadt Kalkar über einen geeigneten Standort für die Wache.

Im März hatte der Kreistag die umfangreichen Änderungen im Rettungsdienst beschlossen. 44 Stellen waren vorgesehen sowie insgesamt drei neue Rettungswachen in Kalkar, Emmerich und Wachtendonk. Zudem gibt es noch eine große Ausbildungsoffensive. 102 Mitarbeiter sollen zum Notfallsanitäter ausgebildet werden. Diese Qualifikation umfasst eine dreijährige Vollzeitausbildung. Notfallsanitäter dürfen dann im Ernstfall auch ärztliche Aufgaben wahrnehmen. Damals sprach der Leiter des Rettungsdienstes, Jürgen Baetzen, von einem „Paradigmenwechsel“. Den Einsatz von Notfallsanitätern gibt es bislang noch nicht im Kreis Kleve. Auch diese Umstrukturierung sei eine enorme Kraftanstrengung, so Baetzen damals.

Die Änderungen wurden bereits zu Beginn des Jahres mit den Krankenkassen besprochen und abgestimmt. Auch die Bezirksregierung in Düsseldorf hatte für das Konzept bereits grünes Licht gegeben.

17 neue Stellen

Nach den Planungen des Kreises sind für Goch und Kalkar 17 zusätzliche Stellen vorgesehen. Unter anderem werden die Reservekräfte in Goch aufgestockt.

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