C-17 Globemaster III

Riesiges Militärflugzeug landet auf dem Flughafen Weeze

Die Boeing C-17 Globemaster III hat eine Spannweite von 51,74 Metern.

Die Boeing C-17 Globemaster III hat eine Spannweite von 51,74 Metern.

Foto: Flughafen

Weeze.   Die Boeing C-17 Globemaster III des niederländischen Militärs ist die bislang größte Maschine, die auf dem Flughafen Weeze gelandet ist.

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Vier Scheinwerfer schneiden in die dunstige Dunkelheit, dann durchbricht das Brummen der Motoren die Stille. Die Reifen quietschen kurz, als die Boeing C-17 Globemaster III um 17.54 Uhr auf der Piste aufsetzt. Das Transportflugzeug des niederländischen Militärs ist die bislang größte Maschine, die seit Beginn der zivilen Nutzung vor fast 15 Jahren auf dem Flughafen Weeze landet. Den historischen Moment am Donnerstagabend halten auch die Polizisten und Mitarbeiter, die am Rande des Rollfeldes stehen, mit ihren Smartphones fest.

Als das Flugzeug in die Parkposition rollt, werden seine immensen Ausmaße deutlich: Der graue Koloss ist 53,04 Meter lang, hat eine Spannweite von 51,74 Metern und misst 16,79 Meter in der Höhe. An Bord sind 71 niederländische Fallschirmjäger die in den vergangenen viereinhalb Monaten bei der UN-Friedensmission in Mali eingesetzt waren. Von Bamako, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, waren die Soldaten zunächst nach Gran Canaria und anschließend weiter nach Weeze geflogen worden. Die Niederländer wichen an den Niederrhein aus, weil der militärische Teil des Flughafens in Eindhoven wegen einer Übung gesperrt war.

Sondergenehmigung der Bezirksregierung

Der Airport Weeze hatte eine Sondergenehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf einholen müssen, weil dort nur Flugzeuge landen dürfen, die maximal die Größe einer Boeing 757 besitzen. Neben der Militärmaschine steht an diesem Abend eine Boeing 737-800 von Ryanair, die dagegen wie ein Spielzeug wirkt.

Im Terminal warten Hunderte Familienmitglieder und Freunde auf die Ankunft der niederländischen Soldaten. Sie halten Willkommens-Plakate hoch und Luftballons in den Händen. Als der erste der Männer aus dem Sicherheitsbereich auftaucht, branden Jubel und Applaus auf. „Ich bin einfach nur glücklich“, sagt ein Soldat, der im Kreis seiner Lieben steht. Auf alle Gesichter hat sich ein erleichtertes Lächeln gesetzt, einige Augen sind gerötet von Freudentränen. „Viereinhalb Monate sind eine lange Zeit“, sagt der Mann.

Bei der Zwischenlandung und dem Aufenthalt auf Gran Canaria hatten die Soldaten erstmals wieder ein Bier trinken dürfen, aber auch mit Psychologen über ihre Erlebnisse im Einsatz gesprochen. Nun steht ein mehrwöchiger Urlaub an. Während sich der Tross an Autos vom Weezer Flughafengelände aus Richtung Niederlande in Bewegung setzt, wird die C-17 Globemaster III ausgeladen. Noch am Abend geht es zum Luftwaffenstützpunkt Pápa nach Ungarn.

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