Karneval Kleve

Rosenmontag in Kleve bekam sogar ein paar Sonnenstrahlen ab

Beste Plätze an den Fenstern der Großen Straße in Kleve.

Beste Plätze an den Fenstern der Großen Straße in Kleve.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Gefeiert wurde international. Wagenbauer und Fußgruppen machen sich eine Menge Gedanken, mit ihren Wagen und Verkleidungen positiv aufzufallen.

Das Verschieben hat sich gelohnt. Nur ein wenig Wind begleitete den Rosenmontagszug durch Kleve und die Sonne kam zwischenzeitlich auch noch raus. Was will das Narrenherz mehr? Wieder hatten sich Wagenbauer und Fußgruppen eine Menge Gedanken gemacht, mit ihren Wagen und Verkleidungen heraus zu stechen.

Vornean sicher wieder die Wölkes Power aus Griethausen. Diese Fußgruppe ist jedes Jahr ein Garant für originelle Überraschungen. Nun holten sie den 24. Dezember auf den 4. März. Manche der Läufer bewegten mit langen Stangen gleichzeitig drei Weihnachtsmänner: sich selbst und zwei Puppen im Gleichschritt.

Aktuelle Ereignisse auf die Räder gebracht

Die Lacher auf ihrer diesmal blau-roten Seite hatten auch die (sonst grünen) Breipott Quaker, Sie bringen in jedem Jahr ein aktuelles politisches Ereignis auf die Räder, diesmal den Brexit.

Erstmals marschierten auch Studierende und Professoren der Hochschule Rhein-Waal mit, einfach bunt, einfach gut gelaunt, einfach dabei sein.

Mitten im Klever Zug wurde Daniel Günnel von Siegfried Materborn (Motivwagen Casino und Pokerspiel) machfach auf den Umzug vom Sonntag angesprochen. Da war er auch mitgezogen, hatte als DJ „Herzbeben“ gespielt, sich vor den Wagen vor seine Liebste Jessica Maas gekniet „ und ich habe ihr mit 100 Luftballons und Rosen-Kanone einen Heiratsantrag gemacht“, erzählt er. Sie hat Ja gesagt.

Mehr-Hühner mit Dorfkindern

Sympathisch waren auch die vielen Familien, sowohl auf den Wagen wie beispielsweise die Mehr-Hühner mit Dorfkindern aus Mehr, als auch in den Fußgruppen.

Ganze Nachbarschaften treffen sich zum Ereignis Rosenmontag, so die Anwohner der Dürer Straße Materborn und vom CAJ Biberbau Donsbrüggen, die seit 20 Jahren ihren Biertisch aufbauen und deftige Partyhäppchen auspacken.

Dass 120 Nationen in Kleve wohnen, das konnte man diesmal tatsächlich ahnen. Manche ausländischen Bürger zeigten sich den hiesigen Bräuchen zugetan und hatten sich von wild bis niedlich verkleidet, andere guckten nur erstaunt und sammelten zaghaft Bonbons ein.

Deutsche und niederländische Narren an den Straßenrändern dagegen nahmen, was kam. Da wurden die Kinder mitsamt Taschen, die größer waren als sie selbst, an den Wagen hochgehalten. Dass man Regen erwartet hatte, brachte viele dazu, einen Schirm bei sich zu haben. Der eignete sich prima für den Schoko-, Kamelle- und ChipsFang.

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