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Satte Rabatte im Sommerschlussverkauf in der Klever City

Die Einzelhändler reduzieren bis zu 70 Prozent.

Foto: Simone Klümpen

Die Einzelhändler reduzieren bis zu 70 Prozent. Foto: Simone Klümpen

Kleve.   Die Einzelhändler in Kleve reduzieren ihre Waren um bis zu 70 Prozent und locken trotz des schlechten Wetters zahlreiche Kunden in die Stadt.

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Es sind Sommerferien und die Modebranche blickt bereits auf die Herbstware. Doch bevor die dickeren Pullover und Cord-Hosen in die Auslage kommen, locken die Einzelhändler noch mit satten Rabatten. Zwar wurde der Sommerschlussverkauf am 3. Juni 2004 gesetzlich abgeschafft, doch seitdem steht es den Geschäften frei, ob und wann sie ihre Ware reduzieren. Wer durch die Klever Innenstadt geht, der sieht Rabattschilder mit 30, 50 oder 70 Prozent.

Beatrix und Nadine Hoffmann lassen sich die Angebote nicht entgehen: „Wenn man gerade in der Stadt ist, nutzen wir gerne die Angebote, aber explizit dafür gehen wir nicht los“, erzählt Beatrix Hoffmann. So wie die beiden nutzen zurzeit viele Fußgänger die Angebote in den Geschäften – die Große Straße ist gut gefüllt.

Männer sind Bedarfskunden

Marion Dützer, Verkaufsberaterin im Lederwarengeschäft Kiesow, erkennt unterschiedliche Schnäppchenjäger: „Es kommt ganz auf die Personen an. Die eher modebewussten Käufer kommen bereits zu Beginn des Sommers, wenn die Sachen zwar noch nicht reduziert aber dafür gerade erst auf dem Markt sind.“ Falls Artikel am Ende der Saison nicht verkauft wurden, werden diese eingelagert und im nächsten Jahr erneut verkauft, bei den Klassikern wie zum Beispiel schlichten Lederhandtaschen sei dies aber absolut kein Problem.

Klaus Fischer, Filialleiter von Alexander Herrenmoden, verweist auf weitere Faktoren, die das Einkaufsverhalten der Käufer beeinflussen: „Männer sind Bedarfskunden. Wenn es im Mai und Juni sehr warm ist, dann kaufen sie bereits zu Beginn des Sommers eine kurze Hose oder kurze Hemden.“ Nach dieser Definition ist Vanessa Verfürden ebenfalls eine Bedarfskundin. „Natürlich ist es super wenn Anziehsachen reduziert sind, aber darauf achte ich nicht wirklich. Ich habe sogar schon Sachen für den Winter gekauft“, sagt sie.

„Es könnte besser laufen“

Trotz dessen habe sich das Käuferverhalten stark verändert, seit es den offiziellen Sommerschlussverkauf nicht mehr gibt, erläutert Klaus Fischer von Alexander Herrenmoden: „Früher standen die Leute bereits vor Öffnung der Läden am Montagmorgen der letzten Juli-Woche Schlange, um die besten Schnäppchen zu ergattern.“ Reduzierte Ware findet immer noch ihre Käufer, so Klaus Fischer: „Die Rabatte, die durchschnittlich bei 30 Prozent liegen, verleiten die Kunden schon dazu, anstelle eines Hemdes zwei zu kaufen. Mit dem Argument, dass sie dieses nächstes Jahr noch einmal anziehen könnten.“

Die Rabattaktionen sind für die Geschäfte wichtig, denn oft werden bereits ab dem 1. Juli die ersten Wintersachen geliefert. Somit sind warme Sommertage im August für die Geschäfte wünschenswert, um noch einmal etwas zu verkaufen und um Platz für die neuen Kollektionen zu schaffen. Die daraus resultierenden Rabatt-Aktionen überschneiden sich zeitlich mit den Sommerferien, so können viele Leute Geld für den Urlaub sparen, auch wenn sie noch das ein oder andere Teil brauchen. Kundin Anette Kittel: „Ich bin Schnäppchenjägerin, aber während des Sommerschlussverkaufes ist nun einmal auch Urlaubszeit, darum wird nur das gekauft, was wirklich gebraucht wird. Wenn diese Sachen aber zufällig reduziert sind, ist es natürlich um so besser für den Urlaub.“

Eine wichtige Zielgruppe sind nach wie vor die Niederländer: „Es kommen zwar viele, aber durch das wechselhafte Wetter könnte der Sommerschlussverkauf besser laufen“, so Klaus Fischer. „Grundsätzlich schätzen unsere Nachbarn die Qualität der Fachgeschäfte. Dabei spielt vor allem die Geselligkeit und Beratung in den Läden durch die Verkäufer eine große Rolle. In den Niederlanden ist dies häufig nicht mehr so“, sagt Fischer.

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