Schule

Schüler nehmen Erfahrungen mit

von links nach rechts: Vivien Verhoeven, Dana Claaßen, José Antonio Morales Martinez (Musiklehrer), Louisa Claaßen, Santiago Vasquez Sanchez (Lehrer), Sophia Brabetz, Marvin Ulises Morales Martinez (Bürgermeister), Lukas Blaess, Blanca Estela Guardado Herera (Lehrerin), Nicole Burschinski, Bianca Estefani Nunez Dillanta, Luis David Rodriguez Amalla, José Virgilio Perez Ortiz, Sebastian Okon, Bruno Janßen (Lehrer).

von links nach rechts: Vivien Verhoeven, Dana Claaßen, José Antonio Morales Martinez (Musiklehrer), Louisa Claaßen, Santiago Vasquez Sanchez (Lehrer), Sophia Brabetz, Marvin Ulises Morales Martinez (Bürgermeister), Lukas Blaess, Blanca Estela Guardado Herera (Lehrerin), Nicole Burschinski, Bianca Estefani Nunez Dillanta, Luis David Rodriguez Amalla, José Virgilio Perez Ortiz, Sebastian Okon, Bruno Janßen (Lehrer).

Foto: Kleve

Kleve / Nueva Esperanza.   Gäste aus Nueva Esperanza in El Salvador waren in Kleve bei Schülern des Konrad-Adenauer-Gymnasiums zu Gast. 13 Jahre währt die Schulpartnerschaft

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Waisen sind Bürgermeister Marvin Ulises Morales Matinez und seine Frau. Der zwölfjährige Bürgerkrieg (bis 1992) hatte viele Opfer gefordert und den kilometerweiten Weg zu einer Schule verhindert. Dass nun in der Generation seiner Kinder 800 Schüler aus 28 Gemeinden täglich auf der Ladefläche von Viehtransportern als Schulbus zum Centro Escolar und der Oberstufe am Instituto fahren, verdankt die junge Gemeinde auch deutschen Spendern. Allen voran den Schülern des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Kleve. 13 Jahre währt die Schulpartnerschaft, seit 18 Jahren engagiert sich Lehrer Bruno Janßen..

Im vorigen Jahr waren Mitglieder der Klever Schul-AG „Fair-ständnis“ dort (ausgezeichnet im Bundes-Förderprogramm ‘Demokratisch handeln’). Nun kam für zwei Wochen eine achtköpfige Delegation her. Die Flüge zahlte das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“.

Bürgermeister Morales Matinez erkannte gleich zwei Schülerinnen wieder, hatte er doch im vorigen Jahr mit seiner Frau die Klever Besucher drei mal täglich bekocht. „Vom ersten Moment an erleben wir hier Wertvolles, die Kultur und den Alltag in den Familien,“ sagte er. Viele Ideen nehme man mit – aus Einblicken in den Unterricht, Infos zur Berufsbildung, Gesprächen mit Flüchtlingshilfegruppen, Besichtigung des Klimahauses der Hochschule. Man werde sie nicht sofort, aber nach und nach umsetzen können. Das bestätigte Lehrerin Blanca Guardado Herera und lobt, wie „pünktlich und ordentlich die deutschen Schüler“ seien. Das ließ die deutschen Schüler grinsen.

Sie unterhalten sich mit ihren Gästen „mit Gesten und ein paar Brocken Spanisch“ und vieles laufe über die Musik, schildert Vivien Verhoeven, erst kurz in der AG.

Lehrer Santiago Vasquez Sanchez sagt mit Blick auf seine drei lateinamerikanischen Schüler: „Am meisten haben die Kinder von solchen Besuchen, die ihre Erfahrungen weiter geben“. Der Neuntklässler David zum Beispiel ist fasziniert von den Naturwissenschaften als Schulfach, „und Sport ist so dynamisch“. Musiklehrer José Antonio Morales Martinez erzählt, dass deutsche und spanische Lehrer, die Nueva Esperanza besuchen, dort oft kostenlos Unterricht geben.

Seit dem vorigen Jahr engagieren sich in Kleve auch der Lehrer Sebastian Thimm und Schulsozialarbeiterin Larissa Burschinski. Eltern nahmen die Gäste auf, Unterstützung gaben Volksbank, Deutsche Bank, Löwenapotheke, Blumen Ebben, Rübo Gas, Förderverein des K-A-G.

Um Spenden bittet das Adenauer-Gymnasium beim Solidaritätskonzert für El Salvador am Samstag, 14. Dezember. (Seite 4)

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