AfD-Landesparteitag

Schüler protestieren gegen AfD-Landesparteitag in Kalkar

Daniel Boßmann-van Husen von der Kreis Klever „Fridays for Future"-Bewegung ruft zur Demo vor dem AfD-Parteitag in Kalkar auf.

Daniel Boßmann-van Husen von der Kreis Klever „Fridays for Future"-Bewegung ruft zur Demo vor dem AfD-Parteitag in Kalkar auf.

Foto: Niklas Preuten / NRZ

Kalkar.  Kalkar wird am 5. Oktober Schauplatz des Landesparteitags der AfD. Bündnis will gegen die Veranstaltung protestieren, 500 Demonstranten erwartet.

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Kalkar wird am Samstag, 5. Oktober Schauplatz des Landesparteitages der Alternative für Deutschland (AfD) NRW. „Während die 500 Delegierten sich im Freizeitpark Wunderland neu aufstellen und einen Vorstand wählen, wird ein breites Bündnis mit einer Protestkundgebung vor der Zufahrt zum Parkplatz die Buntheit des Niederrheins demonstrieren“, heißt es in einer Mitteilung der „Fridays for Future“-Ortsgruppe Kreis Kleve, die für 8.30 Uhr vor dem Wunderland, Griether Straße 110, den Protest organisiert.

Zahlreiche Gruppen wie Aufstehen gegen Rassismus, die Kirchen, die Arbeiterwohlfahrt, Pfadfinder, Gewerkschaften, die SPD, die Grünen, die Linke sowie Initiativen gegen Rechts schließen sich dem Protest an. „Fridays for Future“ möchte vor allem ihr Unverständnis über die Klimapolitik der AfD zum Ausdruck bringen. „Die AfD verschließt die Augen vor der Klimakrise. Wir sind mit der Einstellung der AfD zum Klimawandel nicht einverstanden und werden uns lautstark dagegenstellen. Denn wer die Wissenschaft ignoriert und gegen Klimaaktivisten hetzt, gefährdet unsere Zukunft“, äußert sich Daniel Boßmann­ van Husen als Versammlungsleiter für „Fridays for Future“.

Parteitag soll über Ausrichtung der NRW-AfD entscheiden

Vor Ort wird man vor allem lautstark die ankommenden AfD­-Mitglieder empfangen, Sprüche rufen, Musik hören, eine Menschenkette bilden, Die­-Ins durchführen, und auch Infostände werden betrieben. Man möchte insbesondere klare Kante gegen Rassismus, Hetze, Menschenfeindlichkeit, Homophobie und weitere Haltungen zeigen.

Nach Landesverbands­internen Streitigkeiten wird sich am 5. Oktober in Kalkar wohl entscheiden, welche Ausrichtung die NRW-­AfD bekommt und ob sie wie in einigen ostdeutschen Bundesländern noch weiter nach rechts driftet, sich also der Rechtsaußen-­Abteilung von Björn Höcke nähert. „Rassismus und rechte Hetze hat am Niederrhein nichts verloren. Der Kreis Kleve bleibt bunt. Populisten von der AfD sind keine Alternative“, meint dazu Jannik Berbalk als Mitorganisator von „Fridays for Future“.

Kontakt zur Gruppe erhält man unter Kleve@fridaysforfuture.de.

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