Schule

„Schule wieder in heller Aufregung“

Das Konrad-Adenauer-Schulzentrum, zurzeit noch von Gymnasiasten und Hauptschülern besucht, hat eine Sanierung nötig – oder einen Neubau.

Das Konrad-Adenauer-Schulzentrum, zurzeit noch von Gymnasiasten und Hauptschülern besucht, hat eine Sanierung nötig – oder einen Neubau.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Sanierung des Konrad-Adenauer-Schulzentrums schien sicher, doch nun wird das Thema erneut aufgerollt. Argument: „Neubau macht die Schule zukunftssicher“

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Zurück auf Anfang? Wenn es nach CDU und einigen Grünen ginge, stünde für das Konrad-Adenauer-Gymnasium doch wieder ein Neubau zur Debatte. Dabei hatte Ausschussvorsitzende Petra Tekath bereits im vorigen Dezember alle Fraktionssprecher zu einer Einigung bewegt: Das Schulzentrum in Kellen zu sanieren und das Geld dafür schon mal einzuplanen – vorbehaltlich aber eines neuen Gutachtens. Es sollte die 2011 kalkulierten Kosten (11,69 Mio Euro) aktualisieren. Es kommt auf übliche Baukostensteigerungen und landet bei 13 Millionen Euro.

Ausschussvorsitzende Petra Tekath (SPD) wird auf jeden Fall das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Schulausschusses am 26. November setzen, sagt sie auf NRZ-Anfrage. Noch in diesem Jahr soll endgültig beschlossen werden. Ginge es nach der SPD, würde die Schule am alten Standort saniert. Auch ein Teil der K-A-G-Kollegiums wolle den Altbau mit den größeren Raummaßen nicht aufgeben. Dass im Rat vorige Woche das Thema erneut aufgerollt wurde, habe sie irritiert und geärgert, sagt Tekath. „Die Schule ist wieder in heller Aufregung. Wir haben kein Grundstück für einen Schul-Neubau“, und die Eigentümer des immer wieder diskutierten Geländes hinter der Karl-Kisters-Realschule am Klever Ring wollten wohl nach wie vor nicht verkaufen, ist ihr Kenntnisstand. Tekath sagt, Sanieren während eines laufenden Schulbetriebs sei nicht unüblich, Kellen biete wegen der auslaufenden Hauptschule genügend Ausweich-Räume. Und: „Wir erwarten eher eine Kostensenkung durch Landeszuschüsse, die es bei Mehrfachnutzung des Gebäudes für ein integriertes Konzept gäbe“, erinnert sie an die Idee, die der städtische Gebäudemanager Thomas Mutz im August nannte: Die VHS könnte mit nach Kellen ziehen.

Für Michael Bay (Grüne) gibt es aber nur dann ein Grundstücksproblem, wenn man auch eines sehen wolle. Er findet, „ein Neubau macht die Schule zukunftssicher“ und für Schüler attraktiver, als ein 50 Jahre altes Haus zu sanieren. Allemal, wenn ein Neubau genau so viel koste. Für den könne man sich drei bis fünf Jahre Zeit lassen

Wolfgang Gebing (CDU) erklärt, er habe sich wegen der Eile auf die Absprache im vorigen Dezember eingelassen, weil Kleve noch in diesem Jahr mit der Sanierung beginnen wollte. Aber nun will er das Thema doch neu beleuchten, weil ihm nicht ganz reiche, was man für erwartete 13 Millionen Baukosten als Gegenleistung bekomme. Eine Arbeitsgruppe der CDU soll untersuchen, ob auch „moderne pädagogische Konzepte“ mit finanziert werden.

Im August hatte Gebäudemananger Mutz aufgelistet, was in den 13 Millionen enthalten wären: die gesamte Gebäudehülle energetisch zu verbessern, Fenster und die vorgehängte Fassade auszutauschen, die Flachdächer zu sanieren. Ebenfalls enthalten seien Brand- und Rauchschutztüren, energetische Verbesserung der Heizungs - und der Lüftungsanlagen, der Duschen mit Warmwasserbereitung, Turnhalle, Sanierung der Toiletten, der naturwissenschaftlichen Einrichtungen, Böden erneuern, Wände und Decken streichen. Der Raumbedarf eines dreizügigen Gymnasiums einschließlich eines Mehrbedarfs für den Montessoribetrieb wäre gewährleistet, auch wenn man das Haus mit der VHS (wie bisher beim Freiherr-vom-Stein-Gymnasium) doppelt nutze.

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