Skater

Skaterplatz braucht mal ein Lifting

Auf dem Skaterplatz an der van-den-Bergh-Straße.

Auf dem Skaterplatz an der van-den-Bergh-Straße.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Kaum Beleuchtung für den Weg zur Halfpipe und den Beton-Ramps in Kleve an der van-den-Bergh-Straße. Aber Müll vom Imbiss.

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Der Skaterplatz in Kleve-Kellen hätte mal eine Überarbeitung nötig, finden junge Freizeitsportler. Hinter der Großbaustelle des Lidl-Marktes, nahe McDonalds an der van-den-Bergh-Straße, ist der Platz mit Beton-Halfpipe, Beton-Ramps und -Stufen auch jetzt trotz des guten Wetters nicht so belebt wie es sein Vorgänger mitten in der City am Spoykanal war. Der war ein beliebter Treff. Sehen und gesehen werden. Es ist eben ein Hobby mit Show-Effekt.

Um gut zu laufen, fahren wir nach Uedem oder Geldern

Jener Platz am Klever Hafen / Leinpfad musste aber dem Bau der Hochschule weichen. Die Rampen zogen 2010 an die van-den-Bergh-Straße nach Kellen um.

Anfangs wurden die asphaltierten Decke und die Ramps durchaus von einigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, mit denen das Hobby wächst, gelobt. Aber mittlerweile ist die Ausstattung eben „altes Zeug“.

„Es kümmert sich keiner drum“, beobachtet Patrick Kaus (22). „Wir laufen nur darum hier, weil es keine andere Möglichkeit gibt“, sagt der Skater. „Um gut zu laufen, fahren wir extra nach Uedem oder nach Geldern“, beschreibt Ramon Tekathen (27) den Aufwand. Anne Rehlmeyer (20) gesteht, dass sie abends jedenfalls nicht hierher kommt, weil da schon mal komische Typen herum lungern. Weil jede Menge Imbiss-Müll herum liegt. Und: „Es gibt keine Beleuchtung“, weder auf dem Weg zu Halfpipe und Ramps noch über diesen Sportgeräten. Was aber spätestens ab Herbst wichtig wäre. Die eine funzelige Straßenlaterne auf dem Parkplatz des BV DJK Kellen macht den Aufenthalt im eingezäunten Skaterbereich jedenfalls nicht attraktiv.

Mehr Licht – also lässt sich das Gesicht des Skaterplatzes schon mit kleinen Mitteln etwas liften, ein wenig verbessern? Zumal das benachbarte Areal jetzt sowieso wegen des Kindergartenbaus „Die Wilde 13“ auf dem BV DJK-Parklatz in den Fokus rückt.

Fachbereich Jugend im Rathaus: offene Ohren

Die NRZ fragte bei der Stadtverwaltung nach. Fachbereichsleiter Jan Traeder, antwortet, dass er gern von den jungen Leuten Anregungen aufnehme, was fehlt und was nicht gefällt dort an der van-den-Bergh-Straße. Er wolle sehen, ob es Möglichkeiten gibt, etwas zu verbessern. Das geht dann zwar den zähen politischen Gang durch Verwaltungsvorschlag, nicht öffentlichen „Unterausschuss Spielplätze“ und öffentlichen „Jugendhilfeausschuss“, dann Ratssitzung. Aber immerhin. Die Skater werden sich zusammen setzen: „Wir wollen das auf jeden Fall als Kollektiv in die Hand nehmen“, sagen sie der NRZ.

Mehr-Generationen-Platz an der Backermatt

Übrigens: Der heute ungenutzte Asphaltplatz an der Straße Backermatt / Heideberg, war 1991 als Kleves erster Skaterplatz angelegt und nach spärlicher werdendem Besuch 2002 für 6000 Euro renoviert worden. Die rissige Fläche soll laut Innenstadtplanung vom Oktober 2017 nunmehr künftig in einen Mehr-Generationen-Platz für Senioren und jüngere Kinder umgestaltet werden.

Er würde deutlich begrünt, mit Senioren-Fitness-Geräten bestückt, mit Matsch-Beeten für Kinder, rollator-gerechten Hochbeeten für Ältere und einer von Sitzen umgebenen Fläche zum Radeln oder Inliner-Fahren. Bleibt abzuwarten, wie viele Generationen sich angesprochen fühlen.

Ob für Jugendliche und junge Erwachsene ein schon oft gewünschter Basketballkorb aufgestellt wird – den es in Kleve bisher nirgendwo im öffentlichen Raum gibt –, ist ungeklärt.

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