Jahresabschluss

Sprudelnde Steuereinnahmen bescheren Stadt Kalkar Überschuss

Blick auf das Kalkarer Rathaus.

Blick auf das Kalkarer Rathaus.

Foto: Andreas Gebbink

Kalkar.  Ein Plus von 2,2 Millionen Euro steht im Kalkarer Jahresabschluss 2018. Politik verabschiedet vor der Sommerpause eine Stellenplanänderung.

Kämmerer Stefan Jaspers brachte den Mitgliedern des Kalkarer Stadtrats zur letzten Sitzung vor der Sommerpause erfreuliche Nachrichten mit: Der Jahresabschluss 2018 weist für die klamme Stadt einen Überschuss von knapp 2,2 Millionen Euro auf. Zu Beginn seiner Rede kündigte Jaspers den Politikern ironisch an, dass er gerne erklären wolle, „wie dieses für Kalkar eigentlich völlig undenkbare Ergebnis zustande gekommen ist“.

Demnach gingen die Aufwendungen um rund 2,7 Millionen Euro zurück, während die Erträge ungefähr auf dem geplanten Niveau blieben. Wegen der Verzögerungen der Schulsanierungen wurden Aufwendungen von mehr als zwei Millionen nicht im vergangenen Jahr veranschlagt, sondern schlagen erst 2019 zu Buche. Gleichzeitig fielen 2018 jedoch auch Erträge – unter anderem aus Fördermitteln – weg und verbessern dafür das 2019er Ergebnis.

Gewerbesteuer sorgt für ein Plus von 570.000 Euro

Für den Überschuss verantwortlich sind andere Posten: Kämmerer Jaspers verwies neben Mehrerträgen durch die Auflösung von Instandhaltungsrückstellungen (plus 1,13 Millionen Euro) und Sonderposten aus Zuwendungen (plus 487.000 Euro) auch auf die sprudelnden Steuereinnahmen. Allein bei der Gewerbesteuer gibt es ein Plus von 570.000 Euro. „Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Erträge aus Steuern und Abgaben sogar um rund 1,38 Millionen Euro höher“, so Jaspers.

Die Politik segnete einstimmig eine Änderung des Stellenplans ab, der nun zehn Beamtenstellen (minus zwei) und 75,04 Stellen für Beschäftigte (plus 2,14) vorsieht. Die jährliche Zusatzkosten (52.000 Euro) waren bereits im Nachtragshaushalt berücksichtigt worden.

Organigramm und Stellenbeschreibungen gefordert

Die CDU forderte von der Verwaltung bis zu den nächsten Haushaltsberatungen die Erstellung eines Organigramms und der Stellenbeschreibungen – einen entsprechenden Antrag hatte auch die FBK-Fraktion bereits im März 2017 gestellt. „Wenn das Gesamtbild nicht vorhanden ist, können wir über Änderungen im Stellenplan nicht diskutieren“, sagte Carsten Naß (CDU). „Unser Wunsch ist es, dies bis Ende des Jahres fertigzustellen“, meinte Bürgermeisterin Britta Schulz.

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