Bildung

Stadt prüft Neubau für KAG

Das Interesse am Schulausschuss war gestern groß.

Das Interesse am Schulausschuss war gestern groß.

Foto: NRZ

Kleve.   Bürgermeister Theodor Brauer sicherte gestern Abend eine zügige Bearbeitung des CDU/Grünen-Antrages zu. Gesamtschule bekommt sonst Raumprobleme

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„Man kann sich auch kaputt prüfen. Aber nicht bei mir.“ Bürgermeister Theodor Brauer sicherte gestern Abend im Schulausschuss eine zügige Prüfung eines möglichen Neubaus für das Konrad-Adenauer-Gymnasium auf einem Gelände an der Karl-Kisters-Realschule zu. Spätestens bis zum nächsten Schulausschuss sollen Szenarien und Zahlen für einen Neubau vorliegen. Möglicherweise könne man auch schon zur Ratssitzung Ende des Monats ein Papier vorlegen, so Brauer.

Die Zeit drängt. Wie die NRZ exklusiv berichtete, wünschen sich CDU und Grüne keine aufwändige Sanierung des jetzigen Schulzentrums in Kellen, sondern einen Neubau am Klever Ring. Heute wird der entsprechende Antrag in den Rat eingebracht und muss nun zügig bearbeitet werden. Die Gesamtschule an der Hoffmannallee, die bei einem KAG-Neubau nach Rindern ziehen würde, benötigt jetzt dringend Planungssicherheit. Die Schule im Aufbau nimmt jedes Jahr 100 bis 150 neue Schüler auf und gerät in Raumnot.

„Das Wiederkäuen muss aufhören“

Hedwig Meyer-Wilmes, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagte, dass ihre Fraktion bei der Lektüre der städtischen Sanierungsvorschläge (wir berichteten) das Gefühl gehabt habe, dass man das Schulzentrum in Kellen „gesund gerechnet“ habe. Man habe die Befürchtung, dass eine Sanierung sehr viel teurer werde. Daher habe den Neubau ins Spiel gebracht.

FDP-Fraktionschef Daniel Rütter hat Vorbehalte: „Ich möchte mich aber auch nicht gegen eine Prüfung sperren“, sagte er. Allerdings solle man auch einen mögliche Neubau-Variante in Materborn prüfen: „Es ist nicht sinnvoll, künftig sämtliche Schulformen in der Unterstadt zu haben“, so Rütter. Dem Widersprach CDU-Chef Jörg Cosar: „In der Oberstadt bleiben noch die Sekundarschule und das Gymnasium. Und wir werden dann die Schulsysteme mittiger haben, als wir sie je hatten.“

Fraktionskollege Michael Bay betonte: „Wir haben jetzt auch keine Zeit mehr. Irgendwann muss das Wiederkäuen aufhören.“ Bay sieht in einem Neubau die optimale Lösung: Man investiere in einen neuen Schulstandort und gebe der Schule und den Eltern Sicherheit für die nächsten Jahrzehnte. „Worüber muss man denn da noch diskutieren“, fragte Bay.

Die Stadt-Schulpflegschaftsvorsitzende Martina Schaale betonte, dass man bei dem Prozess nicht die Eltern und Schüler vergessen sollte. „Die Eltern am KAG wollen wissen, wo sie ihre Kinder anmelden. Und nicht später feststellen, dass sie ihr Kind in Kellen angemeldet haben und dann nach Rindern fahren müssen.“

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