Kleve.

Stadtwerke verschicken Rechnungen

Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Kleve, bereitet heute einigen Menschen Freude und anderen ein wenig Ärger: Die Jahresabrechnungen liegen heute im Briefkasten.

Foto: Thorsten Lindekamp

Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Kleve, bereitet heute einigen Menschen Freude und anderen ein wenig Ärger: Die Jahresabrechnungen liegen heute im Briefkasten. Foto: Thorsten Lindekamp

Kleve.   Am Samstag bekommen 45 000 Kunden interessante Post. Für 24 000 Haushalte  wird es teurer – sie müssen im Schnitt 130 Euro nachzahlen.

Pünktlich zum Jahresbeginn gibt es von den Stadtwerken meist unangenehme Post. Die Rechnungen des Klever Energieversorgers werden verschickt und landen am Samstag in den Briefkästen von 45 000 Kunden. Geschäftsführer Rolf Hoffmann sagte gestern im Gespräch mit der NRZ, dass 24 000 Kunden mit einer Nachzahlung rechnen müssen. Im Durchschnitt gehe es um 130 Euro. Andererseits scheint für 21 600 Kunden am Samstag die Sonne – sie erhalten eine Gutschrift von durchschnittlich 200 Euro.

Die Stadtwerke Kleve bieten hauptsächlich in den Kommunen Kleve, Bedburg-Hau, Kranenburg und Uedem Strom, Gas und Wasser an. Rolf Hoffmann ist mit dem Jahresabschluss für 2017 zufrieden: „Wenn wir 40 000 Kunden hätten, die nachzahlen müssten, dann hätten wir schlecht kalkuliert.“ In Summe müssen die Kunden drei Millionen Euro nachzahlen und die Stadtwerke müssen vier Millionen Euro zurückzahlen. „Dies ist ein normales Jahr. Der Winter war nicht außerordentlich streng, so dass wir keine hohen Verbräuche zu verzeichnen haben.“

20 000 Mahnungen im Jahr

Das Thema unbezahlte Rechnungen stelle sich für das Klever Unternehmen nicht. „Irgendwann müssen die Kunden immer zahlen“, sagt Hoffmann. Gleichwohl möchte er nicht verschweigen, dass jährlich auch 20 000 Mahnungen verschickt werden müssen, um das Geld einzutreiben. „Aber bei 500 000 Rechnungsvorfällen im Jahr ist das eine normale Quote“, sagt Hoffmann.

Ein Abschluss für Besitzer einer Photovoltaikanlage liege noch nicht vor. Rolf Hoffmann weiß aber, dass es im vergangenen Jahr etwas weniger Sonnenstunden gegeben hat als im Jahr zuvor. Daher müssen auch hier einige Unternehmen Geld zurückzahlen.

Die Strompreise nehmen sich aktuell weniger günstig für die Stadtwerke aus: „Für den Kunden sind sie nach wie vor sehr günstig, auf der Bezugsseite sind die Preise deutlich gestiegen.“ Einen plausiblen Grund gebe es hierfür nicht. „Der Strompreis entsteht an der Börse. Man vermutet, dass die Diskussion über den Ausstieg aus der Kohlekraft zum Anstieg geführt hat“, so Hoffmann.

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