Feuerwehr

Startschuss für neues Feuerwehrgerätehaus in Goch-Hommersum

In Goch-Hommersum wurde der Grundstein für ein neues Feuerwehrgerätehaus gelegt. Der Spielmannszug sorgte für die passende Stimmung.

Foto: Andreas Gebbink

In Goch-Hommersum wurde der Grundstein für ein neues Feuerwehrgerätehaus gelegt. Der Spielmannszug sorgte für die passende Stimmung. Foto: Andreas Gebbink

Goch-Hommersum.   Das kleine Feuerwehrgerätehaus in Goch-Hommersum erhält für 240.000 Euro einen Anbau. Am vorletzten Tag des Jahres wurde der Grundstein geleg

Dass es so etwas noch gibt: Eine kleine Garage mit einem klapprigen Tor, es gibt keine Duschen, keine förmliche Umkleide, die Feuerwehrausrüstung hängt spartanisch an einem Haken, auf eine Tafel wurde mit Kreide der aktuelle Stellplatz des Löschfahrzeugs gekritzelt („Auto bei Karl Arians“) und die einzige Zufahrt ist ein schmaler Feldweg. Das winzige Feuerwehrgerätehaus in Goch-Hommersum hat schon etwas Putziges. 34 Mitglieder nutzen die umfunktionierte Garage als ihr Feuerwehrhauptquartier. Man könnte sich bessere Bedingungen wünschen.

Stellplatz für zwei Fahrzeuge

Und die wird es auch bald geben. Am vorletzten Tag des Jahres legte Gochs Bürgermeister Ulrich Knickrehm, gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Georg Binn und Löschgruppenführer Thomas Feltes, den Grundstein für einen Anbau der Unterkunft. Auf den ersten Blick sehen die Ausmaße der Bodenplatte des 240 000 Euro teuren Gebäudes nicht viel größer aus als die einer Doppelgarage. Und in der Tat soll der Anbau für zwei Feuerwehrfahrzeuge Platz schaffen: Ein Mannschaftstransportfahrzeug wird hier untergestellt und das Löschfahrzeug TSF. Aber als einfachen Garagenbau möchte Georg Binn das Projekt nicht verstanden wissen: „Das ist schon ein bisschen mehr“, sagte er gegenüber der NRZ. Auch die üppig erscheinenden Baukosten in Höhe von 240 000 Euro seien gerechtfertigt: Es werden noch eine Heizung und zwei Rolltore eingebaut und auch der Vorplatz werde neu gestaltet, so Binn zur NRZ. Nicht zu unterschätzen seien die aufwendigen Anpassungsarbeiten zwischen Alt- und Neubau.

20 bis 25 Einsätze im Jahr

Das heutige Gerätehaus am Küsterskamp wurde 1958 bezogen und vor gut dreißig Jahren, 1986, umgebaut. Die 26 aktiven Wehrleute stehen für die Sicherheit von 500 Bürgern in Hommersum parat und sie sind auch für die Sicherheit auf der nahe gelegenen Autobahn 57 verantwortlich. Georg Binn sagte, dass die Löschgruppe jährlich 20 bis 25 Einsätze fährt, nicht wenige davon auf der Autobahn. „Hommersum ist die erstausrückende Einheit bei schweren Verkehrsunfällen, technischen Hilfeleistungen oder Brandeinsätzen“, sagte Sprecher Torsten Matenaers.

Ursprünglich sollte nur eine Überdachung vor das Gerätehaus gesetzt werden, so Bürgermeister Ulrich Knickrehm bei seiner Ansprache vor den Feuerwehrkameraden: „Aber das ständige Pörkeln von Georg Binn hat uns doch dazu veranlasst, einen richtigen Anbau zu planen“, scherzte Knickrehm. „Gute Leute brauchen eine gute Ausrüstung. Dazu gehört auch ein angemessenes Feuerwehrgerätehaus“. Die Bauzeit soll fünf Monate betragen. Binn hofft darauf, dass er mit seiner Mannschaft im Juni einziehen kann. Im neuen Jahr beginnen dann die Maurerarbeiten, die Bodenplatte wurde bereits gegossen.

Die alte Garage soll künftig als Umkleideraum dienen. Auch neue Spinde werden angeschafft, damit die Feuerwehrkluft nicht spartanisch am Haken hängen muss.

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