Schule

Stein freut sich über neue Partnerschule

Foto: WAZ FotoPool

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Kleve/Redon. Franziska Böhmer ist jetzt um einiges schlauer. Zum einen, was ihre Kenntnisse der französischen Sprache betrifft, und zum anderen, was den Alltag in einer anderen Kultur angeht.

Denn seit einer Woche hat die Gymnasiastin eine französische Austauschschülerin zu Gast: „Und das ist wirklich sehr spannend”, so die Kranenburgerin. Vor allem, wenn es ums Essen geht. „Franzosen Essen zu anderen Zeiten, kennen keinen ,Frühstücksbrunch' und keinen Wackelpudding”, kann die Schülerin aus Nütterden berichten. Aber ansonsten, seien die französischen Gäste wie jeder andere Jugendliche auch: Sie treffen sich viel mit Freunden und hören gern Musik. Sogar die selbe, die auch bei ihren deutschen Altersgenossen gerade „in” ist.

Dass Franziska und 25 Mitschüler des Französischkurses der Jahrgangsstufe 11 am Freiherr-vom-Steins-Gymnasium nun nicht nur ihre Sprachkenntnisse testen, sondern auch Erfahrungen mit der französischen Kultur sammeln können, ist Lehrerin Ulrike Jauch zu verdanken. Lange Zeit hat es am Stein keinen Austausch mit Frankreich mehr gegeben. Eine passende Partnerschule fehlte.

Eine schwere Partnersuche

Den Grund dafür kennt Jauch: „Deutsch als Fremdsprache wird in Frankreich leider kaum noch unterrichtet. Partnerschulen zu finden, wird daher immer schwieriger”, so die Pädagogin.

Ein Glück, dass Jauch aber schon gute Kontakte nach Frankreich hatte. Genauer gesagt zu Eric Mainguet. Mainguet ist Lehrer am Lyce´ Beaumont in Redon (Bretagne). Und als dieser war er auf der Suche nach einer deutschen Schule für ein Austauschprogramm. Ein perfekter Zufall also, der die beiden Schulen zusammenführte. Bereits 2009 gab es regen Email-Kontakt. Nun gilt es, sich auch vis-a-vis kennen zu lernen.

Natürlich soll der Besuch keine einmalige Aktion bleiben. Vielmehr bekräftigen die Lehrer, deutsche und französische gleichermaßen, in Zukunft die Partnerschaft weiter auszubauen. „Ich denke, dass ein Schüleraustausch enorm wichtig ist. In einer Gastfamilie sind die Jugendlichen nicht nur gezwungen, auch tatsächlich die Fremdsprache zu nutzen, sondern auch allein fern der Heimat zurecht zu finden”, erklärt Jauch.

Heute Mittag werden die 23 Schüler aus der Bretagne wieder gen Heimat fahren. Doch schon bald gibt es ein Wiedersehen. Denn vom 24. April bis 1. Mai tritt das Stein zum Gegenbesuch an.

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